
Late Pleistocene and Early Holocene Microblade-based Industries in Northeastern Asia: A macroecological approach to foraging societies
Das Aufkommen und der Niedergang der Mikroklingen-Technologie während des späten Pleistozäns und frühen Holozäns ist nicht nur Teil des Panoramas der globalen Mikrolithisierung, sondern auch eine Schlüsselfrage im Zusammenhang mit dem menschlichen Anpassungswandel angesichts von Klimaschwankungen.
In dieser Monographie wird der makroökologische Ansatz von Lewis Binford aus seinem Buch Constructing Frames of Reference (2001) kreativ auf interglaziale und glaziale Klimabedingungen angewandt, um eine Erklärung für die Variation und den Wandel der spätpleistozänen und frühholozänen Mikroklingenindustrie in Nordostasien zu liefern. Anhand von sechs Fallstudien werden zwei Wellen kulturellen Wandels erörtert, die mit Fragen nach dem Ursprung der Mikroklingen-Technologie und dem Übergang vom Paläolithikum zum Neolithikum verbunden sind.
Diese umfassen die Entstehung und Konvergenz von auf Mikroklingen basierenden Gesellschaften (MIS 3 bis MIS 2), wobei Fallstudien in Sibirien und Nordchina herangezogen werden, sowie die Entwicklung und letztendliche Divergenz von auf Mikroklingen basierenden Gesellschaften (MIS 2 bis MIS 1), wobei Fallstudien im japanischen Archipel, in Ostsibirien, Nordchina und auf dem tibetischen Plateau einbezogen werden.