
Honeyland: A Docalogue
Als vierter Band der Reihe Docalogue untersucht dieses Buch die Bedeutung des Dokumentarfilms Honeyland (2019) in Bezug auf dokumentarische Ethik, die Darstellung der Beziehungen zwischen Mensch und Tier, Umweltstudien, Genretheorie und Dokumentarfilmvertrieb.
Der Film, der sich auf eine türkischsprachige Frau in Mazedonien konzentriert, die Bienen züchtet, um mit einer alten und ökologisch nachhaltigen Methode Honig zu produzieren, wirft wichtige Fragen über den Platz des Menschen und der wirtschaftlichen Aktivität innerhalb des breiteren Ökosystems auf. Der Dokumentarfilm regt auch zu einer kritischen Reflexion über die Beziehung zwischen Beobachtung und Erzählung an, darüber, wie bestimmte Filme auf Filmfestivals ein breites Publikum erreichen können, über die Ethik ethnografischer Darstellungen, über die Beziehung zwischen dem Leben von Menschen und Insekten und darüber, inwieweit Filme es uns ermöglichen können, die Lebenswelten anderer zu erfahren. Durch die Kombination von fünf verschiedenen kritischen Perspektiven auf einen einzigen Dokumentarfilm dient dieses Buch sowohl als intensive wissenschaftliche Behandlung des Films als auch als Leitfaden für die Analyse, Theoretisierung und Kontextualisierung eines dokumentarischen Textes.
Das Buch ist sowohl für Studierende und Wissenschaftler der Dokumentarfilmwissenschaft als auch für alle, die sich mit Film und Medien im Allgemeinen beschäftigen, von Interesse.