
Hosea: A Textual Commentary
Mayer I. Gruber liefert einen neuen Kommentar und eine neue Übersetzung von Hosea.
Aufbauend auf seiner Arbeit, die den Mythos der heiligen Prostitution entlarvte, zeigt Gruber nun, dass das Buch Hosea wiederholt für einen einheitlichen Standard der ehelichen Treue für Männer und Frauen eintritt und betrogene Frauen lehrt, sich zu wehren. Gruber nutzt die neuesten und präzisesten Erkenntnisse der Lexikographie und Poetik, um die Schwierigkeiten des Textes zu lösen und zu bestimmen, wie Hosea gelesen werden kann und was dies bedeutet. Die Übersetzung unterscheidet sich von klassischen und neueren Darstellungen durch die Eliminierung von Formen und Ausdrücken, die weder modernes Englisch noch Althebräisch sind.
Indem er sich auf Orte, Ereignisse und die materielle Realität des 9. und 8. Jahrhunderts v.
Chr. bezieht, legt Gruber die bleibenden Botschaften des bis dahin obskuren Buches Hosea frei. Wie in früheren Studien nutzt Gruber die Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften, um vergessene Bedeutungen zahlreicher Anspielungen, Redewendungen, Gleichnisse und Metaphern aufzudecken.
Auch die Textgeschichte, die Rezeptionsgeschichte und die Kritik an der persönlichen Stimme werden mit Bedacht eingesetzt. Eines der unbedeutendsten biblischen Bücher spricht nun deutlicher zu heutigen und zukünftigen Zuhörern als zu vielen früheren Zuhörern.