Bewertung:

Das Buch „Human Game“ von Simon Read erzählt die Geschichte der Jagd nach den Gestapo-Mitgliedern, die für die Hinrichtung britischer Flieger nach der großen Flucht aus einem Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg verantwortlich sind. Das Buch bietet zwar eine eingehende Untersuchung der Ermittlungen und der moralischen Komplexität von Kriegsverbrechen, aber Vergleiche mit früheren Werken wie „Exemplary Justice“ lassen vermuten, dass es die Erwartungen mancher Leser nicht ganz erfüllen wird.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und sehr detailliert. Es bietet eine fesselnde Darstellung der Nachkriegsermittlungen, personalisiert die historische Erzählung mit individuellen Geschichten und ist für Fans der Genres „Great Escape“ und „True Crime“ zu empfehlen. Der Autor bringt die moralischen Dilemmata der Täter und der Ermittler gut zum Ausdruck.
Nachteile:Einige Leser finden den Text etwas trocken oder redundant, und obwohl das Buch informativ ist, empfehlen einige Kritiker frühere Werke, die das Thema umfassender behandeln. Andere bemängeln, dass es die Spannung der ursprünglichen Fluchtgeschichte vermissen lässt und sich stattdessen auf verfahrenstechnische Detektivarbeit konzentriert.
(basierend auf 139 Leserbewertungen)
Human Game: Hunting the Great Escape Murderers
Im März und April 1944 töteten bewaffnete Gestapo-Männer fünfzig Kriegsgefangene - ein brutaler Akt, der gegen das Völkerrecht und die Genfer Konvention verstieß. Dies ist die wahre Geschichte der Männer, die sie zur Strecke brachten.
Der Massenausbruch von sechsundsiebzig alliierten Fliegern aus dem berüchtigten Stalag Luft III wurde zu einer der größten Geschichten des Zweiten Weltkriegs, die in dem Film The Great Escape verewigt wurde. Doch dort, wo Hollywoods Darstellung ins Schwarze abdriftet, beginnt eine andere unglaubliche Geschichte... Nicht lange nach der Flucht wurden fünfzig der gefangenen Flieger auf wüste Tötungsfelder in ganz Deutschland gebracht und auf direkten Befehl Hitlers erschossen.
Als die Art dieser Morde ans Licht kam, schwor Churchills Regierung, um jeden Preis für Gerechtigkeit zu sorgen. Eine Gruppe von Militärpolizisten unter der Leitung von Staffelführer Francis P.
McKenna wurde siebzehn Monate nach den Morden nach Deutschland entsandt, um eine längst erloschene Spur wieder aufzunehmen. Inmitten des Chaos des Nachkriegsdeutschlands, das zwischen den amerikanischen, britischen, französischen und russischen Besatzern aufgeteilt war, brachten McKenna und seine Männer einundzwanzig Gestapo-Mörder vor Gericht - in einer Jagd, die sich über drei Jahre erstreckte und sie in die dunkelsten Gefilde des Nazi-Fanatismus führte.
In Human Game erzählt Simon Read diese erschütternde Geschichte wie nie zuvor. Vom Stalag Luft III und dem Oberkommando der Nazis über die zermürbende dreijährige Fahndung bis hin zum endgültigen Abschluss des Falles mehr als zwei Jahrzehnte später liefert Read einen klarsichtigen und akribisch recherchierten Bericht über diese oft übersehene Geschichte einer hart erkämpften Gerechtigkeit.