Bewertung:

Das Buch „Humanomics“ von Smith und Wilson bietet eine neue Perspektive auf die Verhaltensökonomie, indem es die soziale Dynamik des Menschen in die Wirtschaftstheorie integriert und sich dabei auf die Ideen von Adam Smith stützt. Ihre kohärenten Argumente stellen traditionelle wirtschaftliche Annahmen in Frage und plädieren für ein besseres Verständnis des menschlichen Verhaltens in wirtschaftlichen Zusammenhängen.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und unterhaltsam und bietet eine aufschlussreiche Analyse von Adam Smiths Werk. Es schlägt wirkungsvoll eine Brücke zwischen Verhaltensökonomie und Gesellschaftstheorie und leistet einen bedeutenden intellektuellen Beitrag, der dazu anregt, den Schwerpunkt auf menschliche Entscheidungen und Handlungen in der Wirtschaftswissenschaft zu legen. Es wird als ein paradigmenveränderndes und wichtiges Buch beschrieben.
Nachteile:Einige Leser könnten bestimmte Kapitel, insbesondere Kapitel 4, als unangenehm empfinden, wenn sie nicht über umfassende Kenntnisse der Verhaltensökonomie verfügen, was eine sorgfältige Lektüre erforderlich machen könnte. Außerdem kann die Tiefe des Inhalts für diejenigen, die mit den diskutierten Theorien nicht vertraut sind, eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Humanomics: Moral Sentiments and the Wealth of Nations for the Twenty-First Century
Die neoklassische Analyse eignet sich zwar gut für die Untersuchung des unpersönlichen Austauschs auf den Märkten, kann aber nicht erklären, warum sich Menschen in ihren persönlichen Beziehungen zu Familie, Nachbarn und Freunden so verhalten, wie sie es tun. In Humanomics schließen der Wirtschaftsnobelpreisträger Vernon L.
Smith und sein langjähriger Co-Autor Bart J. Wilson den Kreis der Wirtschaftswissenschaften, indem sie zum Begründer der modernen Wirtschaftswissenschaften, Adam Smith, zurückkehren. Irgendwann in den letzten 250 Jahren haben die Wirtschaftswissenschaftler den Blick für die ganze Bandbreite des menschlichen Fühlens, Denkens und Wissens im Alltag verloren.
Smith und Wilson zeigen, wie Adam Smiths Modell der Sozialität die Ökonomie des einundzwanzigsten Jahrhunderts wieder menschlich machen kann, indem es sie mit Gefühlen, Mitgefühl und einem Sinn für Anstand untermauert - dem Stoff, aus dem menschliche Beziehungen gemacht sind. Durch die Integration von Erkenntnissen aus The Theory of Moral Sentiments und The Wealth of Nations in die zeitgenössische empirische Analyse gestaltet dieses Buch die wirtschaftliche Verbesserung als eine Wissenschaft vom Menschen.