Bewertung:

Das Buch regt zum Nachdenken über Moral an und fordert die Leser auf, sich ihrer Verantwortung gegenüber anderen zu stellen, insbesondere im Zusammenhang mit der Linderung der weltweiten Armut und des Hungers. Obwohl es wertvolle Einsichten bietet und zu wichtigen Diskussionen anregt, wird es kritisiert, weil es spalterisch ist und keine praktischen Lösungen bietet.
Vorteile:Das Buch regt zum kritischen Nachdenken an, inspiriert zu persönlichen Verbesserungen und ist für Diskussionen in der Familie geeignet. Es schärft wirksam das Bewusstsein für moralische Verpflichtungen in Bezug auf globale Probleme wie Armut und Hungersnot. Viele Leser finden die Argumente stichhaltig und die präsentierten Daten aufschlussreich.
Nachteile:Kritiker halten das Buch für unnötig spaltend und argumentieren, seine Logik sei engstirnig. Einige Leser fühlen sich schuldig für sozioökonomische Bedingungen, auf die sie keinen Einfluss haben, und bezeichnen die Philosophie des Autors als heuchlerisch und weltfremd. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der von ihm unterstützten Wohltätigkeitsorganisationen und der praktischen Anwendbarkeit seiner moralischen Grundsätze.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
Famine, Affluence, and Morality
1972 veröffentlichte der junge Philosoph Peter Singer "Famine, Affluence and Morality" (Hunger, Wohlstand und Moral), das schnell zu einem der meistdiskutierten Essays in der angewandten Ethik wurde.
In diesem Artikel vertritt Singer die Ansicht, dass wir gegenüber denjenigen, die weit weg sind, die gleichen moralischen Verpflichtungen haben wie gegenüber denen, die uns nahe stehen. Er argumentiert, dass die Entscheidung, kein lebensrettendes Geld an hungernde Menschen auf der anderen Seite der Erde zu schicken, das moralische Äquivalent dazu ist, dass wir es unterlassen, ertrinkende Kinder zu retten, weil wir es vorziehen, unsere Schuhe nicht schmutzig zu machen.
Wenn wir helfen können, müssen wir es tun - und jede Ausrede ist Heuchelei. Singers extremer Standpunkt zu unseren moralischen Verpflichtungen gegenüber anderen wurde zu einem eindringlichen Aufruf zu den Waffen und fordert weiterhin die Einstellung der Menschen gegenüber extremer Armut heraus. Auch heute noch ist sie ein zentraler Prüfstein für diejenigen, die argumentieren, dass wir alle anderen mehr helfen sollten, als wir es tun.
Wie Bill und Melinda Gates in ihrem Vorwort anmerken, ist Singers Essay im Zeitalter der heutigen globalen Philanthropie so aktuell wie eh und je. Diese attraktiv verpackte, übersichtliche Ausgabe enthält den Originalartikel, zwei von Singers neueren populären Schriften über unsere Verpflichtungen gegenüber anderen Menschen auf der ganzen Welt sowie eine neue Einleitung von Singer, in der er seine aktuellen Überlegungen darlegt.