Bewertung:

Das Buch „Anthem“ von Noah Hawley ist eine nachdenklich stimmende und düstere Erzählung, die aktuelle gesellschaftliche Probleme durch die Brille junger Protagonisten betrachtet, die sich mit Verzweiflung, Gewalt und politischer Polarisierung auseinandersetzen. Die Geschichte hat einen starken Bezug zu den heutigen Ereignissen, wird aber von den Lesern mit gemischten Gefühlen aufgenommen, was die Ausführung und die thematische Tiefe angeht.
Vorteile:Der Schreibstil ist fesselnd und schön gestaltet und fesselt die Aufmerksamkeit des Lesers. Viele fanden die Themen relevant und spiegelten die aktuellen gesellschaftlichen Probleme wider, wie z. B. psychische Gesundheit, politische Unruhen und Umweltprobleme. Das Buch regte zum Nachdenken und Diskutieren an, und mehrere Leser schätzten die ergreifende Darstellung der Kämpfe, mit denen die Jugend heute konfrontiert ist. Einige Leser verglichen das Buch mit klassischer Literatur und lobten seine allegorische Tiefe und emotionale Wirkung.
Nachteile:Mehrere Rezensenten bemängelten die unerbittliche Dunkelheit und die plumpe Herangehensweise des Buches und fanden es emotional herausfordernd und oft entmutigend. Der Wechsel zu direkten Ansprachen des Autors und die schiere Menge der behandelten Themen wurden als nachteilig für die Entwicklung der Charaktere empfunden, so dass sich einige Leser überfordert und von den Figuren losgelöst fühlten. Die Komplexität und das Tempo der Geschichte führten zu gemischten Erfahrungen. Einige empfanden sie als uneinheitlich oder enttäuschend im Vergleich zu Hawleys früheren Werken.
(basierend auf 117 Leserbewertungen)
Anthem
Was ist nötig, um die Welt zu verändern? Das "epische Abenteuer" (Booklist) einer Gruppe unwahrscheinlicher Helden auf der Suche nach einem unschuldigen Leben, das am Ende vielleicht uns alle rettet.
Seit Jahrzehnten arbeitet Richterin Margot Burr-Nadir unermüdlich daran, Fall für Fall vom Bundesgerichtshof des östlichen Bezirks der Vereinigten Staaten aus Recht zu sprechen. Ihre Position erscheint ihr bereits als die höchstmögliche Ehre. Daher ist sie überrascht, als der Präsident der Vereinigten Staaten sie anruft und sie einlädt, seine Nominierung für den Obersten Gerichtshof anzunehmen - nicht zuletzt, weil der Präsident mit ihrer Wahl in einem beispiellosen Versuch, eine gespaltene Nation zu heilen, über die Parteigrenzen hinweg gehandelt hat.
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Noah Hawleys neuer Roman ist ein Abenteuer, das unauslöschliche Lichter in dunklen Ecken findet. Unvergesslich lebendige Charaktere und ein Plot, so schnell und hell wie das Popkino, verschmelzen zu einer Vonnegutschen Geschichte, die so zeitlos ist wie ein Grimm'sches Märchen. Es ist ein Sprung in den idiosynkratischen Puls des amerikanischen Herzens, geschrieben mit dem Mut, der literarischen Kraft und der fieberhaften Voraussicht, die Hawley zu einem unserer wichtigsten Autoren gemacht haben.