Bewertung:

Das Buch ist ein autobiografischer Bericht von Koigi wa Tsurufu, einem Freiheitskämpfer aus Kenia, der seine Erfahrungen mit der kolonialen Unterdrückung, dem Kampf für die Unabhängigkeit und seinem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte schildert. Die Erzählung schildert seinen Weg von den armen ländlichen Verhältnissen zum politischen Aktivismus, zur Inhaftierung und schließlich zum Exil, wobei die Themen Widerstandsfähigkeit und Kampf gegen die Tyrannei im Vordergrund stehen.
Vorteile:Die Erzählung ist eindringlich und persönlich und schildert die historischen Ereignisse aus erster Hand. Der Autor hebt den Kampf für Demokratie und Menschenrechte in Kenia hervor, und Koigis Leben ist ein Beispiel für Widerstandskraft und Hingabe im Kampf für diese Ideale. Die Bildungsreise des Autors fügt seiner Geschichte eine fesselnde Dimension hinzu, und die philosophischen Überlegungen zum Leben und zum Widerstand bereichern die Erzählung.
Nachteile:Das Buch könnte vor allem Leser ansprechen, die sich für politische Geschichte oder afrikanische Kämpfe interessieren, was sein Publikum einschränken könnte. Manche Leser könnten den historischen Kontext als überwältigend empfinden, wenn sie mit der kenianischen Geschichte nicht vertraut sind. Außerdem könnte die tiefe Auseinandersetzung mit politischen Themen bei denjenigen, die eine leichtere oder konventionellere Autobiografie suchen, keinen Anklang finden.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
I Refuse to Die
Ich weigere mich zu sterben“ ist die Autobiografie eines begabten Mannes, der sich über die Schrecken der Kolonialisierung hinwegsetzte, und zugleich eine unzensierte Geschichte des modernen Kenia. Das Buch ist durchdrungen von den Freiheitsliedern des kenianischen Volkes sowie von Traumprophezeiungen und Volksmärchen, die Teil der reichen kenianischen Erzähltradition sind.
Auf den Spuren der Wurzeln des Mau-Mau-Aufstands verfolgt wa Wamwere die Entwicklung und den Niedergang von Jomo Kenyatta und den Aufstieg von Daniel arap Moi. 1979 gewann wa Wamwere einen Sitz im Parlament, wo er drei Jahre lang den wirtschaftlich schwachen Bezirk Nakuru vertrat. Als freimütiger Aktivist und Journalist wurde wa Wamwere dreimal verhaftet und verbrachte dreizehn Jahre im Gefängnis, wo er zwar gefoltert, aber nicht gebrochen wurde.
Seine Mutter und andere führten einen Hungerstreik an, um ihn und andere politische Gefangene zu befreien. Ihre Bemühungen führten zu einem Schauprozess, in dem Koigi zu vier weiteren Jahren Gefängnis und „sechs Stockschlägen“ verurteilt wurde und nur dank der Bemühungen von Menschenrechtsgruppen und der norwegischen Regierung Kenia - und wahrscheinlich der Hinrichtung - entkam.