Bewertung:

Das Buch „At the Existentialist Café“ von Sarah Bakewell ist eine fesselnde Erkundung des Existenzialismus anhand des Lebens und der Ideen seiner Schlüsselfiguren wie Sartre, Beauvoir und Heidegger. Während viele Leser das Buch als wunderschön geschrieben und fesselnd empfanden, gibt es bemerkenswerte Kritikpunkte hinsichtlich der Tiefe und der gelegentlichen Oberflächlichkeit bei der Erörterung komplexer philosophischer Themen.
Vorteile:⬤ Wunderschön geschriebene und anregende Erzählung, die das Wesen des Existenzialismus einfängt.
⬤ Zugängliche Erklärungen komplexer Ideen, die sie für ein breiteres Publikum nachvollziehbar machen.
⬤ Fesselnde Anekdoten und historischer Kontext, die die Philosophen zum Leben erwecken.
⬤ Eine nostalgische und aufschlussreiche Lektüre für diejenigen, die mit dem Existenzialismus vertraut sind.
⬤ Starke Betonung der Wechselwirkung zwischen dem Leben der Philosophen und ihren Ideen.
⬤ Einige Kritiker erwähnen, dass das Buch oberflächlich sein kann und es den philosophischen Diskussionen an Tiefe fehlt.
⬤ Es gibt Fälle, in denen sich die Einführungen zu den Schlüsselfiguren im Text wiederholen.
⬤ Eine Tendenz zur Oberflächlichkeit und zur Vereinfachung strittiger Fragen.
⬤ Für Leser, die mit den Figuren des Existenzialismus nicht vertraut sind, könnte das Buch eine Herausforderung darstellen.
⬤ Bestimmte Kapitel werden als unnötig oder nicht überzeugend beschrieben, was die Gesamtwirkung abschwächt.
(basierend auf 366 Leserbewertungen)
At the Existentialist Caf: Freedom, Being, and Apricot Cocktails with Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Albert Camus, Martin Heidegger, Mauri
Von der New York Times zu einem der zehn besten Bücher des Jahres 2016 gekürt, ist dies eine temperamentvolle Darstellung einer wichtigen intellektuellen Bewegung des zwanzigsten Jahrhunderts und der revolutionären Denker, die sie geprägt haben, von der Bestsellerautorin von How to Live Sarah Bakewell.
Paris, 1933: Drei Zeitgenossen treffen sich bei Aprikosencocktails in der Bar Bec-de-Gaz in der Rue Montparnasse. Es sind der junge Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und ihr langjähriger Freund Raymond Aron, ein Philosophenkollege, der ihnen von einem neuen konzeptionellen Rahmen aus Berlin namens Phänomenologie vorschwärmt. "Sehen Sie", sagt er, "wenn man Phänomenologe ist, kann man über diesen Cocktail sprechen und daraus Philosophie machen".
Dieser einfache Satz sollte eine Bewegung auslösen, die Sartre dazu inspirierte, die Phänomenologie in seine eigene französische, humanistische Sensibilität zu integrieren und damit einen völlig neuen philosophischen Ansatz zu schaffen, der von Themen wie radikaler Freiheit, authentischem Sein und politischem Aktivismus inspiriert war. Diese Bewegung sollte die Jazzclubs und Cafés des linken Ufers erobern, bevor sie als Existenzialismus ihren Weg in die Welt fand.
In At the Existentialist Caf kommen nicht nur Philosophen, sondern auch Dramatiker, Anthropologen, Sträflinge und Revolutionäre zu Wort. At the Existentialist Caf folgt der Geschichte der Existenzialisten, vom ersten rebellischen Funken über den Zweiten Weltkrieg bis hin zu ihrer Rolle in den Befreiungsbewegungen der Nachkriegszeit wie Antikolonialismus, Feminismus und Schwulenrechte. Das Buch, das Biografie und Philosophie miteinander verwebt, ist ein epischer Bericht über leidenschaftliche Begegnungen - Kämpfe, Liebesaffären, Mentorenschaften, Rebellionen und lange Partnerschaften - und eine wichtige Untersuchung darüber, was die Existenzialisten uns heute zu bieten haben, in einem Moment, in dem wir uns erneut mit den großen Fragen der Freiheit, der globalen Verantwortung und der menschlichen Authentizität in einer zerrissenen und technologiegetriebenen Welt auseinandersetzen.