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Imperial Footprints: Henry Morton Stanley's African Journeys
-Dr. Livingstone, nehme ich an? - Der Mann, der diese berühmten Worte sprach, wurde zu seiner Zeit mit Christoph Kolumbus verglichen und wurde zu einer der berichtenswertesten Persönlichkeiten des späten neunzehnten Jahrhunderts. Doch einhundert Jahre nach Henry Morton Stanleys Tod sind seine Leistungen in Afrika weitgehend aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwunden oder wurden als Inbegriff des Unrechts diskreditiert, das durch die Geißel des europäischen Kolonialismus und dessen Kampf um Afrika verursacht wurde. - Obwohl zahlreiche Autoren versucht haben, den Mann zu beschreiben, manchmal mit höchst spekulativen Mitteln, ist unser Verständnis des bemerkenswertesten Aspekts von Stanleys Leben, seiner Beziehung zum Kontinent, nicht viel weiter fortgeschritten als vor hundert Jahren.
Um diese Lücke zu schließen, schildert James L. Newman Stanleys sieben epische Afrikareisen und erklärt, warum er sie unternahm, was sich unterwegs ereignete und was dabei herauskam. Er hebt Stanleys Entschlossenheit hervor, trotz unglaublicher Widrigkeiten erfolgreich zu sein, sowie seine vielfältigen Beziehungen zu den Menschen, die es ihm ermöglichten, seine Ziele zu erreichen. Und obwohl er Stanleys weniger bewundernswerte Eigenschaften anerkennt, wie etwa seine Neigung, die Wahrheit zu verdrehen, seine Fähigkeit, rücksichtslos zu sein, und seine Tendenz, andere herabzusetzen, weigert sich Newman, sich auf oberflächliche Spekulationen einzulassen. Stattdessen konzentriert er sich auf die Worte und Taten eines Mannes, der das heutige Afrika maßgeblich mitgestaltet hat.
James L. Newmans gründliche Recherchen, detaillierte Beschreibungen und lebendige Prosa machen Stanley und Afrika zu einer faszinierenden Lektüre und einem bemerkenswerten Beitrag zur Erforschung Afrikas, der Erforschung und des Zeitalters des Imperiums.