Bewertung:

Baptized in Blood von Charles Reagan Wilson bietet eine eingehende Untersuchung der kulturellen Identität der Südstaatler nach dem Bürgerkrieg und konzentriert sich dabei auf den Mythos der „verlorenen Sache“ als eine mit dem Christentum verflochtene Form der Zivilreligion. Er untersucht die psychologischen und sozialen Auswirkungen dieses Glaubenssystems, insbesondere im Hinblick auf die weiße Vorherrschaft und die Erzählungen des Südens über den Bürgerkrieg.
Vorteile:Das Buch wird für seine akribische Wissenschaftlichkeit, seine fesselnde Erzählweise und seine Fähigkeit gelobt, die Leser über den historischen und kulturellen Kontext des Südens aufzuklären. Die Rezensenten bezeichneten es als unverzichtbare Lektüre, um den Mythos der „verlorenen Sache“ und seine anhaltende Wirkung zu verstehen, und viele fanden es fesselnd und zum Nachdenken anregend. Das Buch verknüpft erfolgreich religiöse Überzeugungen mit historischen Erzählungen und macht so komplexe soziale Themen leichter zugänglich.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass die Argumente des Autors nicht ganz überzeugend waren, und kritisierten die etwas monolithische Perspektive, die in dem Buch dargestellt wird. Es wurden Bedenken geäußert, dass breitere kulturelle Trends jenseits des Südens und andere religiöse Kontexte der damaligen Zeit übersehen wurden. Außerdem hatten sich einige Leser noch nicht eingehend mit dem Buch befasst und gaben daher nur begrenzte Einblicke.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Baptized in Blood: The Religion of the Lost Cause, 1865-1920
Die Südstaatler mögen ihren Traum von einer politischen Nation nach Appomattox aufgegeben haben, aber sie bewahrten ihre kulturelle Identität, indem sie christliche Rhetorik und Symbole mit der Rhetorik und Bildsprache der konföderierten Tradition vermischten.
Aus der Niederlage erwuchs eine Zivilreligion, die die verlorene Sache verkörperte. Charles Reagan Wilson schreibt in seinem neuen Vorwort: „Die Lost Cause-Version der regionalen Zivilreligion war ein mächtiger Ausdruck, und die neuere Forschung bestätigt ihre anhaltende Macht in den Köpfen vieler weißer Südstaatler“.