Bewertung:

Das Buch stellt die traditionellen Auslegungen von Philipper 2,6-11 in Frage und plädiert dafür, Jesus nicht als präexistent, sondern als „in der Gestalt eines Gottes“ zu verstehen. Es befasst sich eingehend mit linguistischen, lexikographischen und außerbiblischen Analysen und bietet gleichzeitig eine erzählende historische Perspektive. Mehrere Leserinnen und Leser loben die gründliche wissenschaftliche Arbeit und die verständliche Sprache, auch wenn einige auf die Komplexität des Buches und die Notwendigkeit eines fundierten Hintergrunds in Sprache und Exegese hinweisen.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, regt zum Nachdenken an und bietet eine überzeugende erzählerisch-historische Perspektive. Es ist schön geschrieben und leicht zugänglich, was es für Kirchenführer und Bibelstudenten wertvoll macht. Die wissenschaftliche Arbeit des Autors ist gründlich und fesselnd und fordert die Leser heraus, überkommene Glaubensvorstellungen zu überdenken.
Nachteile:Die Argumente erfordern ein solides Verständnis des Griechischen, der Linguistik und der Exegese, was die Zugänglichkeit für einige Leser einschränken könnte. Einige Kritiker weisen darauf hin, dass die Schlussfolgerungen den breiteren biblisch-theologischen Kontext und die Gesamtheit der neutestamentlichen Christologie nicht berücksichtigen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
In the Form of a God
Die zentrale Frage, die in diesem Buch behandelt wird, ist, ob Paulus der Meinung war, dass Christus Jesus im Himmel „in der Gestalt Gottes“ existierte, durch den alles geschaffen wurde, bevor er in die Welt gesandt wurde, um von einer Frau in der Gestalt des sündigen Fleisches geboren zu werden.
Ein Großteil der heutigen Wissenschaft, sowohl der konservativen als auch der kritischen, vertritt die Ansicht, dass er dies tat. Andrew Perriman untersucht die Annahmen und Argumente, die diesem Konsens zugrunde liegen, und legt ein gründliches und innovatives Plädoyer dafür vor, die einschlägigen Texte aus der engen und unverwechselbaren Perspektive der Heidenmission zu lesen.
Wie hätten die Heiden und die nachheidnischen Gläubigen die Hintergrundgeschichte desjenigen gehört und wiedergegeben, den sie nur als den erhabenen Herrn kannten, der eines Tages über die Völker herrschen würde? Ein solcher Blickwinkel wirft ein faszinierendes und manchmal recht verblüffendes neues Licht auf die vielen exegetischen Schwierigkeiten, die mit diesem Aspekt der paulinischen Christologie verbunden sind - nicht zuletzt im Hinblick auf die ersten Zeilen des außergewöhnlichen Christus-Lobpreises in seinem Brief an die Philipper. Aber sie gibt auch einen überzeugenden Einblick in die Bedeutung Jesu für die paulinische Mission und in der Tat für die antike heidnische Welt.