Bewertung:

Das Buch enthält eine historische Analyse der Geburt und stellt die Vergangenheit den modernen medizinischen Praktiken gegenüber. Es lobt die Fortschritte in der Mütterbetreuung und betont die Bedeutung des Mitgefühls in Krankenhäusern. Während es eine gründliche Untersuchung der Geschichte der Geburt bietet, fanden einige Leser es langatmig und repetitiv, während andere die Tiefe und die Forschung zu schätzen wussten.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und gründlich recherchiert
⬤ bietet eine klare Analyse der Entwicklung der Geburt
⬤ hebt die Bedeutung des modernen medizinischen Fortschritts für die Rettung von Leben hervor
⬤ dient als hervorragende Quelle für historische Recherchen
⬤ bietet wertvolle Einblicke in die Gesundheit von Frauen und gesellschaftliche Veränderungen.
⬤ Langatmig und sich stellenweise wiederholend, was es für manche Leser ermüdend machen könnte
⬤ einige Kapitel hätten gekürzt werden können
⬤ nicht geeignet für Befürworter traditioneller Gebärpraktiken
⬤ könnte von einer Aktualisierung profitieren, die neuere Entwicklungen abdeckt.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Brought to Bed: Childbearing in America 1750 to 1950
Basierend auf persönlichen Berichten von gebärenden Frauen und ihren medizinischen Betreuern zeigt Brought to Bed, wie sich die Geburt von der Kolonialzeit bis heute verändert hat. Judith Walzer Leavitt konzentriert sich in ihrer Studie auf die traditionellen frauenzentrierten Praktiken der Hausgeburt, ihre Ablösung durch männliche Ärzte und die Verlagerung vom Haus ins Krankenhaus.
Sie erklärt, dass gebärfähige Frauen und ihre Ärzte allmählich den Geburtsort wechselten, weil sie glaubten, dass die zunehmende Medikalisierung die Geburt sicherer und angenehmer machen würde. Ironischerweise ging die Säuglings- und Müttersterblichkeit aufgrund von Infektionen nicht sofort zurück. Sie kommt zu dem Schluss, dass die gebärenden Frauen einen beträchtlichen Einfluss auf die Wehen und die Entbindung hatten, solange die Entbindung zu Hause stattfand.
Mit dem Umzug ins Krankenhaus im zwanzigsten Jahrhundert gewann die Ärzteschaft die Oberhand. Leavitt erörtert auch die jüngsten Ereignisse in der amerikanischen Geburtshilfe, die zeigen, wie Frauen versucht haben, einige der traditionellen frauen- und familienzentrierten Aspekte der Geburt wiederzuerlangen.