Typhus-Maria: Gefangen im Dienste der Gesundheit der Bevölkerung

Bewertung:   (4,2 von 5)

Typhus-Maria: Gefangen im Dienste der Gesundheit der Bevölkerung (Walzer Leavitt Judith)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Typhoid Mary“ von Leavitt ist eine gründliche historische Analyse des Lebens und der Folgen von Mary Mallon, einer gesunden Typhus-Trägerin. Der Autor untersucht verschiedene historische, soziale und ethische Dimensionen der öffentlichen Gesundheitspolitik und konzentriert sich dabei insbesondere auf den Konflikt zwischen individuellen Freiheiten und der Sicherheit der öffentlichen Gesundheit. Während das Buch dafür gelobt wird, dass es wichtige Fragen aufwirft, die für moderne Diskussionen über die öffentliche Gesundheit relevant sind, wurde es kritisiert, weil es sich wiederholt und trocken ist und persönliche Erzählungen über Mallon selbst fehlen.

Vorteile:

Das Buch bietet eine strenge historische Perspektive mit mehreren Blickwinkeln auf das Leben von Mary Mallon und regt zum Nachdenken über öffentliche Gesundheit, Ethik und individuelle Rechte an. Es wird als wertvolle Quelle für Fachleute aus dem Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Verwaltung bezeichnet, da es zu wichtigen Diskussionen beiträgt, die im aktuellen Kontext, insbesondere inmitten der Pandemiediskussion, von Bedeutung sind.

Nachteile:

Kritiker verweisen auf den repetitiven Charakter des Buches und sind der Meinung, dass es wesentlich kürzer sein könnte und dennoch seine Kernaussagen vermitteln würde. Außerdem finden einige Leser, dass es trocken und zu akademisch ist und es an einer fesselnden Erzählung über Mallons Leben mangelt, was zu einem Verlust an Empathie und Engagement für ihre Erfahrungen führt.

(basierend auf 30 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Typhoid Mary: Captive to the Public's Health

Inhalt des Buches:

Dieses zeitgemäße und menschlich anmutende Porträt der echten Typhus-Maria gibt einen Einblick in die ethischen Dilemmata der öffentlichen Gesundheitspolitik in Vergangenheit und Gegenwart.

Sie war eine irische Einwandererköchin. Zwischen 1900 und 1907 steckte sie zweiundzwanzig New Yorker durch ihre Puddings und Kuchen mit Typhus an; einer von ihnen starb. Durch epidemiologische Detektivarbeit aufgespürt, wurde sie schließlich festgenommen, als sie sich hinter einer Barrikade aus Mülltonnen versteckte. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, isolierten die Behörden sie auf der North Brother Island in Manhattan, wo sie etwa dreißig Jahre später starb.

Dieses Buch erzählt die bemerkenswerte Geschichte von Mary Mallon - der echten Typhus-Mary. Die Historikerin Judith Leavitt verbindet Sozialgeschichte mit Biografie und lässt das New York des frühen 20. Jahrhunderts wieder aufleben, eine Welt mit strengen Klassenunterschieden und Vorurteilen gegenüber Einwanderern und Frauen. Leavitt nimmt den Leser mit in die aufregenden Anfänge der Mikrobiologie und erweckt die widersprüchlichen Perspektiven von Journalisten, Gesundheitsbehörden, der Justiz und Mary Mallon selbst zum Leben.

Leavitts lesenswerter Bericht beleuchtet Dilemmata, die uns auch im Zeitalter von COVID-19 verfolgen. Inwieweit sind wir bereit, die individuelle Freiheit zu opfern, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen? Wie weit sollten wir gehen? Typhoid Mary ist eine lebendige Erinnerung an die menschliche Seite von Krankheit und Seuchenbekämpfung für alle, die sich über die Bedrohungen und Probleme neuer Epidemien Gedanken machen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780807021033
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

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