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Solitary Confinement: Lived Experiences and Ethical Implications
Warum wird die Isolationshaft in der heutigen Welt eingesetzt? Trägt sie zur Rehabilitation von Straftätern bei? Und wie wird die Politik durch die Rechtfertigung ihrer Anwendung beeinflusst? Dieses Buch befasst sich erstmals mit der Geschichte der Einzelhaft und der Art und Weise, wie sie von den Betroffenen erlebt wird.
Unter Verwendung von Merleau-Pontys Konzept der verkörperten Subjektivität liefert es Berichte aus erster Hand über die unmenschliche Erfahrung der Einzelhaft, um die Beziehung zwischen der strafrechtlichen Strategie und ihrer Wirkung auf den Menschen besser zu verstehen. Der Autor stützt sich auf seine eigenen Erfahrungen als psychologischer Spezialist in der Strafvollzugsbehörde von Pennsylvania und auf die im Rahmen des Guardian 6x9-Projekts (http: //www.theguardian.com/world/ng-interactive/2016/apr/27/6x9-a-virtual-experience-of-solitary-confinement) befragten Personen.
Er konzentriert sich auf die Phänomenologie der Einzelhaft, um zu erörtern, was der absichtliche Aspekt dieser fast unbewohnbaren Art der Einschließung über eine demokratische Gesellschaft aussagt, die ihren Einsatz als Strafvollzugsstrategie weiterhin rechtfertigt. Mit dem Ziel, Einfluss auf die Politik zu nehmen, füllt das Buch die Lücke zwischen der Praxis der Einzelhaft und ihren Auswirkungen sowie den gesellschaftlichen Haltungen, die ihre Anwendung unkritisch dulden.