Bewertung:

Die Biografie von Jane Kenyon von Dana Greene bietet einen aufschlussreichen und sehr persönlichen Einblick in Kenyons Leben, der ihre Kämpfe, ihre Leistungen und die Komplexität ihrer Beziehungen offenbart. Das Buch basiert auf gründlichen Recherchen und Interviews, die dem Leser ein besseres Verständnis von Kenyon durch ihre Gedichte und persönlichen Erfahrungen vermitteln.
Vorteile:Die Biografie ist gut recherchiert und bietet tiefe Einblicke in Kenyons Leben und Kämpfe. Sie bietet einen ausgewogenen Überblick über ihre Ehe, ihre Freundschaften und ihre persönlichen Herausforderungen, einschließlich ihres Kampfes gegen Depressionen und Leukämie. Der Schreibstil ist fesselnd und ermöglicht es den Lesern, sich mit Kenyons Erfahrungen zu identifizieren.
Nachteile:Das Buch ist kurz und lässt den Wunsch nach mehr Fotos und möglicherweise mehr Tiefe in bestimmten Bereichen aufkommen. Einige Leser könnten das Gefühl haben, dass Greene sich mit ihren Interpretationen zurückhält, was dazu führen könnte, dass einige Aspekte von Kenyons Leben weniger erforscht werden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Jane Kenyon: The Making of a Poet
(Entmystifizierung des "Poet Laureate of Depression")
Vergnügungssüchtig, sarkastisch, stur, entschlossen, erotisch, tieftraurig - Jane Kenyons Komplexität und Widersprüche fanden ihren Ausdruck in leuchtenden Gedichten, die nach wie vor eine leidenschaftliche Anhängerschaft anziehen. Dana Greene stützt sich auf eine Fülle persönlicher Korrespondenz und andere neu verfügbare Materialien, um die Ursprünge, den Erfolg und das Vermächtnis von Kenyons Poesie zu erforschen und die Lebensgeschichte der Künstlerin von der ihres Ehemanns, des preisgekrönten Dichters Donald Hall, zu trennen.
Durch die Depressionen ihrer Verwandten während ihrer isolierten Kindheit beeinflusst, entdeckte Kenyon die Poesie am College, wo Schriftsteller wie Robert Bly ihre Entwicklung förderten. Ihre Heirat mit dem mittelalten Hall während des Studiums und der anschließende Umzug nach New Hampshire hatten einen enormen Einfluss auf ihr Leben, ihre Stimmungen und ihre Kreativität. Kenyon vertiefte sich in die Poesie und schrieb über das Leben von Frauen, die Natur, den Tod, mystische Erfahrungen und Melancholie - sie wurde, wie sie selbst sagt, eine "Anwältin des inneren Lebens". Ihr Durchbruch in den 1980er Jahren brachte ihr die Anerkennung als "geborene Dichterin" und Auftritte im New Yorker und anderswo. Doch ihr anhaltender Erfolg und ihr künstlerisches Wachstum verschlimmerten die Spannungen in ihrer Ehe und konnten ihre depressiven Episoden nicht verhindern, die sie manchmal arbeitsunfähig machten. Kenyon weigerte sich, das Klischee der verrückten Dichterin zu leben, ließ sich behandeln und setzte sich in ihrer Arbeit und in der Öffentlichkeit mit ihrer Krankheit auseinander, während sie gleichzeitig ihr persönliches Engagement verdoppelte, in jedem flüchtigen Moment Freude zu finden. Prestigeträchtige Stipendien, hochkarätige Veranstaltungen, Aufenthalte und Medieninterviews hatten ihre Karriere zu neuen Höhen getrieben, als die Leukämie ihr Leben beendete und ihren Ehemann als liebevollen, aber unvollkommenen Verwalter ihres Andenkens und Vermächtnisses zurückließ.
Jane Kenyon bietet die erste umfassende Biografie über die schwer fassbare Dichterin und das unruhige Leben, das ihre Kunst geprägt hat, und ist dabei sehr aufschlussreich.