Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Analyse der Gesellschaften des Nahen Ostens und stellt vereinfachende Interpretationen des Islam und der muslimischen Identität in Frage. Es bietet eine kritische Perspektive auf die Komplexität der historischen und soziopolitischen Prozesse in der Region, argumentiert gegen essentialistische Ansichten und hebt die Vielfalt innerhalb der islamischen Kulturen hervor. Der Autor erörtert verschiedene Reaktionen auf die Moderne und die sich entwickelnde Dynamik von Geschlecht und Sexualität in traditionellen Gesellschaften.
Vorteile:Das Buch präsentiert eine originelle und vielschichtige Analyse, die über Vereinfachungen hinausgeht. Es räumt mit Mythen über die islamische Kultur und Identität auf und bietet ein nuanciertes Verständnis des historischen und sozialen Kontextes. Der Autor spricht zahlreiche relevante Themen an und präsentiert eine kritische Sicht auf den religiösen Fundamentalismus und die säkulare Moderne. Das Buch wird als wissenschaftliches Werk beschrieben, das die aktuelle Forschung herausfordert und die Vielfalt der Gesellschaften des Nahen Ostens hervorhebt.
Nachteile:In der Rezension wird nicht ausdrücklich auf wesentliche Nachteile hingewiesen, aber es wird angedeutet, dass einige Leser mit der Komplexität und Tiefe des Buches zu kämpfen haben könnten, da es eine breite Palette von Themen behandelt. Es wird angedeutet, dass das Buch möglicherweise nicht für diejenigen geeignet ist, die nach einfachen Erzählungen oder Lösungen suchen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Beyond Islam: A New Understanding of the Middle East
In diesem meisterhaften Werk schöpft Sami Zubaida aus der Erfahrung einer bemerkenswerten Karriere bei dem Versuch, die Region zu verstehen, um die grundlegende Frage der Nahoststudien zu beantworten: Was ist der Nahe Osten? Er vertritt die kontroverse Ansicht, dass eine Betrachtung durch das Prisma des Islams, wie sie üblicherweise vorgenommen wird, zu einem völligen Missverständnis der Region führt.
Viele der Merkmale der Region, die wir als „islamisch“ ansehen, sind Produkte von Kultur und Gesellschaft, nicht von Religion. Den Islam selbst als eine wesentliche, antimoderne Kraft in der Region zu betrachten und nicht als etwas, das durch spezifische historisch-ökonomische Prozesse geformt wurde, ist nach Zubaidas Ansicht ein Fehler.
Stattdessen bietet er uns einen alternativen Blick auf die Region, ihren historischen Kosmopolitismus, ihre religiöse und kulturelle Vielfalt, ihre rasche Übernahme neuer Medienkulturen, die eine facettenreiche und komplexe Region voller multipler Identitäten offenbart. Zubaidas umfassendes, gelehrtes und überzeugend argumentierendes Werk wird für künftige Generationen von Studenten dieser faszinierenden Region eine unverzichtbare Lektüre sein.