
Youth Homelessness in Late Modernity: Reflexive Identities and Moral Worth
Dieses Buch untersucht die Identitäten, verkörperten Erfahrungen und persönlichen Beziehungen junger Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, und analysiert diese in Bezug auf die materielle und symbolische Position, die Jugendobdachlosigkeit in modernen Gesellschaften einnimmt. Das Buch stützt sich auf empirische Untersuchungen, die sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten durchgeführt wurden, und ordnet die Erfahrungen junger Menschen mit Obdachlosigkeit in einen theoretischen Rahmen ein, der verkörperte Identitäten und Beziehungen mit Prozessen des sozialen Wandels verknüpft.
Das Buch entwirft eine Theorie der „symbolischen Ökonomie der jugendlichen Obdachlosigkeit“, die die subjektiven, ästhetischen und relationalen Dimensionen der Obdachlosigkeit umfasst. Diese Theorie zeigt das persönliche, zwischenmenschliche und affektive Leiden, das durch die Macht- und Privilegienverhältnisse verursacht wird, die die heutige Jugendobdachlosigkeit hervorbringen. Das Buch ist einzigartig in der Art und Weise, wie es jugendliche Obdachlosigkeit in den breiteren Kontext der Ungleichheit und des sozialen Wandels stellt.
Während zeitgenössische Diskussionen über Jugendobdachlosigkeit das Thema als ein eigenständiges „soziales Problem“ verstehen, zeigt dieses Buch die Position auf, die Jugendobdachlosigkeit innerhalb breiterer sozialer Prozesse, Ungleichheiten und theoretischer Debatten einnimmt, indem es sich mit Theorien des sozialen Wandels in der Spätmoderne und deren Beziehung zur kulturellen Konstruktion von Jugend beschäftigt. Diese theoretischen Debatten werden durch die Erforschung einer wichtigen Form der zeitgenössischen Ungleichheit konkretisiert: der Obdachlosigkeit von Jugendlichen.