Bewertung:

In den Rezensionen wird das Buch von Fergus Millar als umfassendes und detailliertes Werk über den römischen Kaiser gelobt, das für jeden, der sich für das Thema interessiert, unverzichtbar ist. Während es als klassischer Bericht mit wertvollen Informationen und zahlreichen Beispielen aus einer Vielzahl von Quellen anerkannt wird, äußern einige Rezensenten Bedenken über die Behandlung bestimmter Quellen durch den Autor und den schieren Umfang des Buches, der das Lesen erschweren kann.
Vorteile:Das gut geschriebene und detailreiche Buch gilt als unschätzbare Quelle zum Verständnis der römischen Kaiser, deckt ein breites Spektrum an Themen ab, wird häufig in anderen historischen Werken zitiert und bietet nützliche Informationen und gute Ideen.
Nachteile:Kritiker bemängeln das Fehlen einer Analyse oder eines kritischen Vergleichs der Quellen, den Rückgriff auf einige fiktive Dokumente und den großen Umfang des Buches, der das gelegentliche Lesen erschweren kann.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Emperor in the Roman World
Dieses Buch bietet eine umfassende Neubewertung der Funktion des römischen Kaisers über drei Jahrhunderte (von Augustus bis Konstantin) und der sozialen Realitäten dieser Machtausübung. Der Autor konzentriert sich auf die Kommunikationsmuster zwischen dem Kaiser und seinen Untertanen und zeigt, dass diese Kommunikation in der Regel von den Untertanen initiiert wurde - sei es in Städten oder anderen Vereinigungen oder individuell - und dass der Kaiser seine Rolle in erster Linie dadurch erfüllte, dass er auf sie antwortete oder Entscheidungen oder Urteile zwischen ihnen fällte.
Das Buch wirft ein neues Licht auf eine Reihe historischer Detailfragen wie die Quellen des kaiserlichen Reichtums und die Art und Weise, wie er ihn ausgab, die kaiserlichen Residenzen und die Mobilität des Hofes sowie das relativ kleine und einfache Gefolge, das der Kaiser zur Ausübung seiner Funktionen benötigte. Vor allem aber werden zwei wichtige historische Themen hervorgehoben: die stetige Loslösung des Kaisers von den republikanischen Institutionen der Stadt Rom und die Art und Weise, in der die Beziehungen zwischen Kaiser und Kirche durch die langjährigen Beziehungen des Kaisers zu Städten, Tempeln und Verbänden in der heidnischen Welt geprägt wurden.
Der Haupttext stützt sich auf eine breite Palette von Zeugnissen, von der Literatur und juristischen Schriften bis hin zu Inschriften und Papyri, und kann auch ohne Latein- oder Griechischkenntnisse gelesen werden.