
Cambodia for Sale: Everyday Privatization in Education and Beyond
(Gewinner des Globalization and Education SIG Book Award der Comparative and International Education Society)
Cambodia for Sale: Everyday Privatization in Education and Beyond (Kambodscha zum Verkauf: Alltägliche Privatisierung im Bildungswesen und darüber hinaus) beschreibt eine Post-Konflikt-Gesellschaft, die Kinder in eine Welt privater und nicht öffentlicher Güter sozialisiert. Trotz der Bemühungen der Regierung seit den 1990er Jahren, ein funktionierendes System öffentlicher Dienstleistungen wiederherzustellen, dreht sich das Leben nach wie vor um den Kauf und Verkauf von praktisch allem, von humanitärer Hilfe bis zur Schulbildung und von religiösen Wohltaten bis zur Bewässerung.
Anhand der Ethnographie eines Dorfes zeigt Cambodia for Sale, dass die Bemühungen um den Wiederaufbau Kambodschas nach jahrzehntelangen Konflikten zu verschiedenen Formen der Privatisierung des Alltags geführt haben. Obwohl dies am deutlichsten im Bildungssystem zu erkennen ist, finden sich diese Privatisierungspraktiken in zahlreichen Institutionen, die das soziale Leben ausmachen, von der buddhistischen Pagode bis zur lokalen Regierung. Die verschiedenen Bemühungen der internationalen Entwicklung sind für diese Realität ebenso verantwortlich wie die Hinterlassenschaften des völkermordenden Regimes der Roten Khmer. Diese Argumentation entfaltet sich anhand der Lebensgeschichten von sechs Bewohnern des Dorfes Preah Go, die gemeinsam den Alltag in den sich überschneidenden Institutionen, Systemen und Geschichten des Dorfes schildern.
Dies ist ein aufschlussreiches und wertvolles Nachschlagewerk für Wissenschaftler, die sich für Bildungsentwicklung, Südostasienstudien und vergleichende Bildung interessieren.