Bewertung:

Das Buch „Keynes Hayek“ von Nicholas Wapshott bietet eine fesselnde und detaillierte Darstellung der intellektuellen Rivalität zwischen John Maynard Keynes und Friedrich Hayek, zusammen mit ihren persönlichen Biographien und dem historischen Kontext ihrer Ideen. Die Darstellung zeigt, wie ihre Theorien das wirtschaftliche Denken und die Wirtschaftspolitik von den Nachwehen des Ersten Weltkriegs bis heute beeinflusst haben, und verdeutlicht die Relevanz ihrer Debatten für die aktuelle politische und wirtschaftliche Landschaft.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, aufschlussreich und fesselnd und macht komplexe Wirtschaftstheorien für ein breiteres Publikum zugänglich. Es bietet ein ausgewogenes Bild der beiden Ökonomen, das es dem Leser ermöglicht, ihre persönlichen Hintergründe zu verstehen und zu erkennen, wie ihre Erfahrungen ihre Ansichten geprägt haben. In vielen Rezensionen wird das Buch für seine Klarheit gelobt und dafür, dass es die Leser an zeitlose wirtschaftliche Dilemmata erinnert und gleichzeitig auf die historische Bedeutung der Keynes-Hayek-Debatte hinweist.
Nachteile:Einige Leser kritisieren die offensichtliche Voreingenommenheit des Autors gegenüber Keynes und sind der Meinung, dass die Interaktionen zwischen den beiden Ökonomen überbewertet wurden. Es wird bemängelt, dass die ökonomischen Theorien nicht gründlich genug analysiert werden und dass einige Abschnitte, vor allem in Bezug auf Hayeks Schriften, schwer zu verstehen sind. Einige Leser erwähnen auch, dass das Buch zwar unterhaltsam ist, aber nicht immer eine gründliche Untersuchung der gegensätzlichen Wirtschaftsmodelle bietet.
(basierend auf 148 Leserbewertungen)
Keynes Hayek: The Clash That Defined Modern Economics
Als der Börsenkrach von 1929 die Welt in Aufruhr versetzte, traten zwei Männer mit konkurrierenden Forderungen auf, wie man das Gleichgewicht der aus den Fugen geratenen Volkswirtschaften wiederherstellen könnte.
John Maynard Keynes, der temperamentvolle Wirtschaftswissenschaftler aus Cambridge, glaubte, dass die Regierung die Pflicht habe, Geld auszugeben, wenn andere dies nicht tun. Sein Gegenspieler war der wenig bekannte österreichische Wirtschaftsprofessor Freidrich Hayek, der Interventionsversuche für sinnlos und potenziell gefährlich hielt.
Nach dieser Auseinandersetzung sollte die keynesianische Ökonomie jahrzehntelang dominieren und mit einer Ära beispiellosen Wohlstands einhergehen, aber konservative Ökonomen und politische Führer sollten sich schließlich Hayeks gegenteilige Vision zu eigen machen und umsetzen. Von ihrer ersten persönlichen Begegnung bis hin zu den hitzigen Auseinandersetzungen zwischen ihren glühenden Anhängern zeigt Nicholas Wapshott hier die zeitgenössische Relevanz von Keynes und Hayek auf, da die heutigen Auseinandersetzungen über die Tugenden des freien Marktes und staatliche Eingriffe mit derselben Heftigkeit toben wie in den 1930er Jahren.