Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung der Rivalität und der unterschiedlichen Wirtschaftsphilosophien zwischen Paul Samuelson und Milton Friedman, zwei prominenten Wirtschaftswissenschaftlern des 20. Jahrhunderts. Es wird zwar für seine umfassende Darstellung und seine fesselnde Erzählweise gelobt, aber auch für seine vermeintliche Voreingenommenheit und die uneinheitliche Darstellung der Ansichten der Ökonomen kritisiert.
Vorteile:⬤ Umfassender und gut recherchierter Überblick über die Rivalität zwischen Samuelson und Friedman.
⬤ Fesselnder Schreibstil, der es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.
⬤ Bietet wertvolle Einblicke in den historischen Kontext und den Einfluss beider Ökonomen.
⬤ Die Mischung aus Erzählung und sachlicher Information spricht ein allgemeines Publikum an, das sich für Wirtschaft interessiert.
⬤ Die ersten Kapitel bieten hervorragende biografische Einblicke in das Leben von Samuelson und Friedman.
⬤ Das Buch weist eine linke Tendenz auf, insbesondere gegen Friedman, was einige Leser als problematisch empfanden.
⬤ Einige Abschnitte werden wegen mangelnder Tiefe in Bezug auf Wirtschaftstheorien kritisiert, was bei Lesern, die sich nicht gut mit dem Thema auskennen, zu Verwirrung führt.
⬤ Die letzten Kapitel werden als weniger objektiv empfunden, insbesondere in Bezug auf die Finanzkrise 2008 und die jüngsten politischen Ereignisse.
⬤ Einige faktische Ungenauigkeiten wurden festgestellt, was Bedenken hinsichtlich der Sorgfalt des Autors bei Details aufkommen lässt.
⬤ Das Buch stellt manchmal eher eine historische Erzählung dar als eine strenge wirtschaftliche Analyse.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Samuelson Friedman: The Battle Over the Free Market
1966 kamen zwei Kolumnisten zur Zeitschrift Newsweek. Ihr Auftrag: eine Debatte über die Welt der Unternehmen und der Wirtschaft. Paul Samuelson war eine herausragende Persönlichkeit der keynesianischen Wirtschaftswissenschaft, die die Steuerung der Wirtschaft nach den Vorgaben der General Theory von John Maynard Keynes befürwortete. Milton Friedman, der damals außerhalb konservativer akademischer Kreise kaum bekannt war, vertrat den "Monetarismus" und bestand darauf, dass die Federal Reserve eine strenge Kontrolle über die in der Wirtschaft zirkulierende Geldmenge ausübt.
In Samuelson Friedman erzählt der Autor und Journalist Nicholas Wapshott mit erzählerischem Elan und schelmischem Charme die Geschichte dieser beiden Giganten der modernen Ökonomie, ihres verschlungenen Lebens und ihrer kolossalen intellektuellen Kämpfe.
Samuelson, ein widerspenstiges technisches Genie, wuchs als Kind relativer Privilegien auf und revolutionierte später die Makroökonomie. Er schrieb das meistverkaufte Wirtschaftslehrbuch aller Zeiten und bemerkte berühmt: "Es ist mir egal, wer die Gesetze einer Nation schreibt - oder ihre fortgeschrittenen Abhandlungen verfasst - wenn ich ihre Wirtschaftslehrbücher schreiben kann." Sein jahrzehntelanger Freund und Gegner, Milton Friedman, untersuchte die Große Depression und schrieb zusammen mit Anna Schwartz die bahnbrechenden Bücher The Great Contraction und A Monetary History of the United States. Wie Friedrich Hayek vor ihm fand auch Friedman sein Glück in der Abhandlung Capitalism and Freedom, die freie Märkte und libertäre Politik in einer starken Argumentation zusammenbrachte, die auch heute noch eine wichtige Stütze für Wirtschaftskonservative ist.
In Wapshotts flinken Händen wird Samuelsons und Friedmans jahrzehntelanger Streit darüber, wie - oder ob - die Wirtschaft zu steuern sei, zu einem Fenster zu einer der längsten Perioden wirtschaftlicher Turbulenzen in den Vereinigten Staaten. Als die aufstrebende Wirtschaft der 1950er Jahre Jahrzehnten mit abnehmendem Wohlstand und "Stagflation" wich, war dies eine Zeit, in der die Theorie und Praxis der Wirtschaftswissenschaften zum Anliegen der Politiker und zum Mittelpunkt der nationalen Debatte wurde. Diese Auseinandersetzung dauert bis heute an.