Bewertung:

Das Buch „A Cinema of Poetry“ von Joseph Luzzi ist bekannt für seine umfangreichen Recherchen und seine Gründlichkeit in Bezug auf das italienische Kino, wird jedoch als dicht, langatmig und allzu unkritisch gegenüber seinem Gegenstand kritisiert.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet einen umfassenden Überblick über das italienische Kino. Es verdient Aufmerksamkeit für seine Berücksichtigung der lokalen Inszenierung und enthält Verweise auf italienische Ausdrücke.
Nachteile:Der Text ist dicht und langatmig und neigt dazu, sich in Details zu verzetteln. Die Schriftgröße ist klein, und es fehlt an ausreichenden fotografischen Abbildungen. Der Autor scheint darauf bedacht zu sein, zu beeindrucken, was der Klarheit und der analytischen Perspektive abträglich ist.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Cinema of Poetry: Aesthetics of the Italian Art Film
Erforscht die Poetik und Ästhetik des italienischen Kunstfilms bei Rossellini, Antonioni, Fellini und anderen bahnbrechenden Regisseuren.
A Cinema of Poetry bringt die italienische Filmwissenschaft in einen Dialog mit Bereichen außerhalb ihres üblichen Aufgabenbereichs, indem es zeigt, wie Filme zu unserem Verständnis ästhetischer Fragen beitragen können, die bis zu Homer zurückreichen. Joseph Luzzi befasst sich mit der Beziehung zwischen Film und Literatur, insbesondere mit der filmischen Adaption literarischer Quellen und, allgemeiner, mit den Bereichen Rhetorik, Medienwissenschaft und moderne italienische Kultur.
Das Buch bietet ein Gleichgewicht zwischen theoretischen Untersuchungen und der genauen Lektüre von Filmen der Meister des italienischen Kinos: Roberto Rossellini, Vittorio De Sica, Luchino Visconti, Michelangelo Antonioni, Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini, Bernardo Bertolucci, und andere. Luzzis Studie ist die erste, die zeigt, wie italienische Filmemacher so entscheidende ästhetische Fragen wie das Wesen des Chors, die Beziehung zwischen Symbol und Allegorie, die literarische Vorgeschichte der Montage und den Platz der Poesie im filmischen Ausdruck behandeln - was Pasolini das "Kino der Poesie" nannte.
Während Luzzi feststellt, wie bestimmte Qualitäten des Films - seine Verbindung mit technologischen Prozessen, seine Fähigkeit zur Massenverbreitung, seine synthetischen Tugenden (und Laster) als so genannte totale Kunst - jahrhundertelange Debatten umgestaltet haben, erkundet Das Kino der Poesie auch, was für den italienischen Kunstfilm und im weiteren Sinne für die italienische Filmgeschichte spezifisch ist. Mit anderen Worten: Was macht diese Version des Kunstfilms erkennbar "italienisch"?