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Cinemas of the Black Diaspora: Diversity, Dependence, and Oppositionality
Dies ist eine Studie über die filmischen Traditionen und Praktiken in der schwarzen Diaspora. Mit Beiträgen von Filmwissenschaftlern, Filmkritikern und Filmemachern aus Europa, Nordamerika und der Dritten Welt bietet diese vielfältige Sammlung eine kritische Lektüre des Filmschaffens in der schwarzen Diaspora, die die Annahmen kolonialistischer und ethnozentristischer Diskurse über das Kino der Dritten Welt, Hollywood und Europa in Frage stellt.
Cinemas of the Black Diaspora untersucht die Auswirkungen der westlichen Kultur, der kapitalistischen Produktions- und Vertriebsmethoden sowie des Kolonialismus und des anhaltenden neokolonialen Status der Völker und Länder, in denen das Filmschaffen praktiziert wird, auf das Filmschaffen. Die in drei Teile gegliederte Studie untersucht zunächst das Kino in der schwarzen Diaspora entlang kultureller und politischer Linien und analysiert die Werke eines radikalen und ästhetisch alternativen Kinos. Das Buch gruppiert das schwarze Kino nach geografischen Standorten, darunter Afrika, die Karibik und Südamerika, Europa und Nordamerika, um einen globalen Kontext für vergleichende Analysen und Fallstudien zu schaffen. Schließlich dokumentieren drei wichtige Manifeste die politischen und wirtschaftlichen Anliegen und die gegenhegemonialen institutionellen Organisationsbemühungen von Filmemachern der Schwarzen und der Dritten Welt von den 1970er bis zu den frühen 1990er Jahren.
Cinemas of the Black Diaspora sollte als wertvolles Nachschlagewerk und Forschungsinstrument für das Studium des Weltkinos dienen. Diese wichtige Sammlung würdigt nicht nur die Vielfalt, die Innovationskraft und den Reichtum des Filmschaffens in verschiedenen Regionen der Welt, sondern verdeutlicht auch die historische Bedeutung des Filmschaffens als kulturelle Form und politische Praxis.