
Complex Depression: The Role of Personality Dynamics and Social Ecology
Golan Shahar vertritt die Auffassung, dass die dynamische Beziehung zwischen Persönlichkeit und sozialen Faktoren, die er als „Ökodynamik“ bezeichnet, die eigentliche Ursache komplexer Depressionen ist und zu schwerwiegenden Folgen bis hin zum Selbstmord führt.
Dr. Shahar untersucht die grundlegenden psychoanalytischen Forschungen zur Depression, insbesondere die Objektbeziehungstheorie von Melanie Klein und ihre depressive Position. Er vertieft diese Konzepte mit einer transtheoretischen Sichtweise, die Schlüsselfaktoren wie Affekt (vor allem Selbstkritik), Affektregulation, Schemata und Skripte, die die Selbstkritik verstärken, Projektionen des Selbst in die Zukunft und die Externalisierung depressiver Gefühle, die einen Teufelskreis schaffen, berücksichtigt.
Shahar erforscht spezifische ökodynamische Muster, die zu Komplikationen wie Chronizität, Heterogenität, Komorbidität mit anderen Störungen, gesundheitlichen und rechtlichen Problemen und Suizidalität führen. Es werden Methoden und Leitlinien für die Bewertung und Behandlung von Depressionen vorgestellt, die ökodynamische Faktoren berücksichtigen, darunter drei neue, von Shahar für dieses Buch entwickelte Messverfahren. Fallbeispiele helfen dem Leser, die Ursachen und Folgen komplexer Depressionen zu verstehen, darunter auch Shahars sehr persönliche Untersuchung des Selbstmords seines Stiefvaters.