
Corinthian Wisdom, Stoic Philosophy, and the Ancient Economy
In diesem Werk wird die spaltende Weisheit, die Paulus im 1.
Korintherbrief anspricht, neu untersucht. Timothy A.
Brookins stellt den jüngsten Konsens in Frage, dass die Weisheit der Korinther in erster Linie in der griechisch-römischen rhetorischen Tradition verwurzelt war, und stellt eine revidierte These auf, die sich auf die Ähnlichkeiten zwischen der Perspektive der korinthischen "Weisen" und dem stoischen Denksystem konzentriert. Brookins argumentiert, dass mehrere Mitglieder der Kirche, nachdem sie die ursprüngliche Botschaft des Paulus gehört hatten, diese Botschaft im Sinne der stoischen Philosophie interpretierten und begannen, eine Art "stoisch-christliche" Perspektive zu fördern, die dazu beitrug, die Spaltung der Kirche zu beschleunigen. Da Paulus über ihre Ansichten informiert war, nutzte er den "stoischen" Diskurs seiner Gegner, um eine gemeinsame diskursive Basis zu schaffen.
Brookins liefert nicht nur eine neue Synthese der Daten aus dem 1. Korintherbrief, sondern bringt auch modernste Forschungsergebnisse über die antike Wirtschaft ein, während er Fragen im Zusammenhang mit der philosophischen Bildung und dem sozialen Status innerhalb der Kirchengemeinschaft untersucht.