
Bodies and Boundaries in Graphic Fiction: Reading Female and Nonbinary Characters
Dieses Buch untersucht die fiktiven weiblichen Körper von vier stilistisch unterschiedlichen Comic-Künstlern in den Vereinigten Staaten - Chris Ware, Emil Ferris, Ebony Flowers und Tillie Walden -, deren Arbeiten große Aufmerksamkeit erregt haben. Diese Körper zeigen, wie Comics und ihre einzigartige Bildsprache einige der schwierigsten sozialen Themen unserer Zeit sowohl kritisieren als auch neu beleuchten können.
Die in diesem Buch analysierten Figuren veranschaulichen verschiedene Techniken, um die komplexe Menschlichkeit und die Wahrheit der widerspenstigen Körper von Frauen in den USA auf eine zweidimensionale Seite zu projizieren. Alle Protagonistinnen sind in irgendeiner Weise Außenseiterinnen, sei es aufgrund ihrer Geschlechtsidentität, ihrer Sexualität, ihrer Fähigkeiten, ihrer Religion, ihrer Rasse, ihrer Klasse, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Alters oder einer Kombination dieser und anderer Kategorien. Diese körperlichen Ausdrucksformen der Außenseiteridentität widersetzen sich sowohl traditionellen Kategorisierungen und Stereotypen als auch nutzen diese Stereotypen manchmal zum Zwecke der Parodie oder Sozialkritik.
Die Sprache der Comics bietet eine einzigartige Gelegenheit für eine komplexe Darstellung dieser unterschiedlichen Frauenkörper, vor allem, wenn die Comiczeichner die gesamte Bandbreite der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, wie Stil, Material, Erzählrichtung, den Raum der Gosse und die Reibung zwischen Wort und Bild. Dies ist ein zeitgemäßer und wichtiger Beitrag, der sich für Forscher und Studenten der Comicforschung, der Geschlechterforschung, der Literatur und der Queer Studies eignet.