
Corruption in Latin America
In Corruption in Latin America wird dem Leser ein alternativer Ausgangspunkt für das Verständnis der Korruption in dieser Schlüsselregion präsentiert. Der Autor behauptet, dass Korruption ein stabiler und rationaler sozialer und organisatorischer Mechanismus ist.
Durch diese Brille betrachtet, können wir beginnen zu verstehen, warum sie fortbesteht und wie wir Strategien zur wirksamen Bekämpfung der Korruption umsetzen können. Der Autor beginnt mit einer eingehenden, nuancierten Untersuchung des Korruptionsbegriffs und schafft die theoretische Grundlage für die Betrachtung von Korruption als soziales Konstrukt. Eine Analyse der Erfahrungen von vier Ländern der Region - Argentinien, Brasilien, Guatemala und Mexiko - liefert dem Leser konkrete Daten, anhand derer er verstehen kann, wie und warum diese Verhaltensweisen im Alltag zwischen Regierungen und Bürgern, Regierungen und Unternehmen sowie Unternehmen und Kunden reproduziert, bestätigt und toleriert werden.
Sobald wir Korruption als gesellschaftlich sanktionierte Norm für die Erledigung von Geschäften betrachten, können wir damit beginnen, wirksame Lösungen zur Verringerung der Korruption in Lateinamerika zu entwickeln und vorzuschlagen, indem wir Instrumente entwerfen und umsetzen, die diese Dynamik verändern. Dieser rigorose und originelle Ansatz wird die Annahmen des Lesers über Korruption in Frage stellen und ist für Studenten der Bereiche Unternehmensführung, internationale Wirtschaft, öffentliches Management und Wirtschaftsethik interessant.