Bewertung:

Das Buch wurde sowohl gelobt als auch kritisiert. Einige heben die wertvollen Einblicke in die Kultur und Geschichte der Moguln hervor, während andere argumentieren, dass es eine voreingenommene und ungenaue Darstellung der Moguln und ihrer Interaktionen mit den Hindus vermittelt.
Vorteile:Wertvolle Einblicke und ein interessanter Blick auf die Mogulkultur, gut recherchierte Details, zugängliches Schreiben für nicht-akademische Leser, gelobt für seinen Ansatz, die Mogulzeit zu verstehen, und Beiträge zum Bereich der Geschichte.
Nachteile:Kritisiert wegen des Mangels an zeitgenössischen Quellen, der vermeintlichen Voreingenommenheit gegenüber den Moguln, der Behauptung falscher Erzählungen, der selektiven Verwendung von Fakten, der schlechten Recherche und der Beschreibung als Propaganda durch einige Rezensenten.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
Culture of Encounters: Sanskrit at the Mughal Court
Culture of Encounters dokumentiert den faszinierenden Austausch zwischen der persischsprachigen islamischen Elite des Mogulreichs und traditionellen Sanskrit-Gelehrten, der eine dynamische Idee der Mogulherrschaft hervorbrachte, die für das Überleben des Reichs von entscheidender Bedeutung war. Diese Geschichte beginnt mit der Einladung brahmanischer und jainistischer Intellektueller an den Hof von König Akbar in den 1560er Jahren und beschreibt dann die zahlreichen von Moghul unterstützten Texte, die sie und ihre mogulischen Gesprächspartner unter den Kaisern Akbar, Jahangir (1605-1627) und Shah Jahan (1628-1658) produzierten.
Viele Werke, darunter Sanskrit-Epen und historische Texte, wurden ins Persische übersetzt, wodurch die politische Stellung der Brahmanen und Jains gestärkt und in der gesamten Mogulwelt ein unersättlicher Appetit auf indische Schriften geweckt wurde. Culture of Encounters ist das erste Buch, das diese Sanskrit- und persischen Werke im Tandem liest und das Mogulreich als ein polyglottes Gemeinwesen darstellt, das mit seinen indischen Untertanen zusammenarbeitete, um seine Souveränität zu verwirklichen.
Das Werk beleuchtet auch die Entwicklung der Brahmanen- und Jain-Gemeinschaften unter der Mogulherrschaft, die sich um sorgfältig ausgewählte, politisch bedeutsame Erinnerungen an die kaiserliche Interaktion gruppierten. Zusammen mit seinen bahnbrechenden Erkenntnissen belegt Culture of Encounters die entscheidende Rolle der Soziologie des Imperiums beim Aufbau des mogulischen Gemeinwesens, das die literarische und herrschende Kultur des frühmodernen Indiens unwiderruflich prägte.