
Art as an Interface of Law and Justice: Affirmation, Disturbance, Disruption
Dieses Buch untersucht die Art und Weise, wie der „Ruf nach Gerechtigkeit“ in der Kunst dargestellt wird, und stellt eine breite Palette von Texten vor, die von Film über Theater bis hin zu Essays und Romanen reichen, um das Recht zu hinterfragen.
Der „Ruf nach Gerechtigkeit“ mag positiv konnotiert sein, aber im Laufe der Geschichte haben die meisten von ihnen für Unmut gesorgt. Die Kunst ist sehr gut geeignet, mit solchem Unmut umzugehen oder ihn zu provozieren. Diese Studie zeigt, wie die Kunst hier als Schnittstelle zwischen zwei Sphären fungiert: dem größeren Bereich der Gerechtigkeit und dem spezifischeren System des Rechts. Diese Schnittstelle hat ein doppeltes Potenzial. Sie kann dafür sorgen, dass Recht und Gerechtigkeit sich gegenseitig bestätigen oder produktiv stören.
In acht Kapiteln, die sich mit global empfundener Ungerechtigkeit befassen, werden bisher nicht behandelte Kunstwerke vorgestellt, darunter Milo Raus Das Kongo-Tribunal, Elfriede Jelineks Ulrike Maria Stuart, Valeria Luisellis Tell Me How It Ends und Nicolas Winding Refns Only God Forgives. Sie zeigen auf, wie durch die Schnittstelle zur Kunst Unwegsamkeiten angesprochen, neue Gesetze vorstellbar gemacht, die Spannweite von Rechtssystemen erkundet und die Unterschiede in dem, was Menschen als gerecht empfinden, ans Licht gebracht werden.
Das Buch betrachtet die Verbesserung von Recht und Gerechtigkeit als einen globalen Kampf, und obwohl die behandelten Themen kulturspezifisch sind, argumentiert es, dass die vorgestellten Logiken überall anwendbar sind.