Bewertung:

Life in the Slipstream ist eine fesselnde und gut recherchierte Biografie von Bobby Walthour Sr., die die gefährliche und aufregende Welt des Bahnradsports des frühen 20. Jahrhunderts beleuchtet. Das Buch stellt Walthours bemerkenswerte Karriere, die adrenalingeladenen Rennen und die Herausforderungen, denen sich die Radsportler in dieser Ära gegenübersahen, wirkungsvoll dar und ist damit eine wertvolle Ergänzung zur Geschichte des amerikanischen Radsports.
Vorteile:Das Buch ist gründlich recherchiert und enthält anschauliche Details über die frühen Radrennen, das Leben von Bobby Walthour und den historischen Kontext des Sports. Es fesselt den Leser mit dramatischen Schilderungen von Hochgeschwindigkeitsrennen und dem Adrenalin der Ereignisse. Viele Rezensenten loben die fesselnde Erzählung, die emotionale Tiefe und die vielen Fotos, die das Erlebnis noch steigern.
Nachteile:Einige Leser fanden, dass das Buch etwas zu sehr auf die Einzelheiten von Walthours vielen Rennen eingeht, was den allgemeinen Erzählfluss beeinträchtigen könnte. Außerdem fehlen in der digitalen Ausgabe die Fotos, die in der gebundenen Version enthalten sind, was einige Leser enttäuschte. Ein stärker erzählorientierter Ansatz hätte das Buch vielleicht noch fesselnder gemacht.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Life in the Slipstream: The Legend of Bobby Walthour Sr.
Ein Jahrhundert bevor Lance Armstrong mit seinem siebten Tour-de-France-Rekordsieg in Folge weltweit für Schlagzeilen sorgte, dominierte ein anderer Amerikaner die Welt des Radsports. Sein Name war Bobby Walthour, und in den frühen 1900er Jahren war er einer der berühmtesten und bestbezahlten Sportler der Welt.
Life in the Slipstream beschreibt Walthours Aufstieg von einem einfachen Fahrradkurier in Georgia zu einem zweifachen nationalen und internationalen Radsport-Champion, der in Paris und seiner Wahlheimat Berlin fast so beliebt war wie in seiner Heimatstadt Atlanta. Seine Karriere verläuft parallel zur steigenden Popularität des Fahrrads in Amerika, und diese Biografie schildert sein Leben vor dem Hintergrund der Fahrradbegeisterung, die Amerika Ende des 19. und Anfang des 20.
Jahrhunderts erfasste. Der Leser erlebt die raue Welt des Profiradsports um die Jahrhundertwende, in der tödliche Unfälle und illegale Drogen an der Tagesordnung waren.
Während Walthours langer Karriere wurden mehr als ein Dutzend seiner Konkurrenten getötet oder dauerhaft verletzt. Er selbst erlitt zahlreiche Verletzungen - von gebrochenen Rippen und abgetrennten Schlüsselbeinen bis hin zu verstümmelten Fingern und Gehirnerschütterungen - und wurde zweimal als Folge von Rennunfällen für tot erklärt.
Doch Walthours Glück auf der Rennstrecke nahm eine dramatische Wendung, als sich sein Privatleben aufgrund von Drogenmissbrauch und einer unglücklichen Ehe, die in einem Mordversuch durch seine eigene Frau gipfelte, zu verschlechtern begann. Das Leben im Windschatten ist ein unvergesslicher Bericht über den Aufstieg und Fall eines der größten Sportler des zwanzigsten Jahrhunderts.