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Living Literacies: Literacy for Social Change
Ein Ansatz zur Alphabetisierung, der sie als gelebte und erlebte Alltagskompetenz in unterschiedlichen Räumen und Bevölkerungsgruppen versteht.
In diesem Buch wird Alphabetisierung als gelebte und erlebte Alltagskompetenz betrachtet. Der Ansatz der gelebten Alphabetisierung bezieht sich nicht nur auf offizielle, schulische Aktivitäten wie Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören, sondern auch auf routinemäßige, stillschweigende Aktivitäten wie das Scrollen durch Instagram, das Ansehen von Nachrichten und das Hören von Musik. Er geht über die eingefahrenen Vorstellungen von Lese- und Schreibfähigkeiten als Studienobjekt hinaus, um Lese- und Schreibfähigkeiten als ständig in Bewegung, lebendig und dynamisch, voller affektiver Intensität, neu zu begreifen.
Der Ansatz der gelebten Alphabetisierung impliziert eine Hinwendung zu Aktivismus, hoffnungsvoller Praxis und Kreativität. Die Autoren untersuchen Literacy durch eine Reihe aktiver Verben: Sehen, Stören, Hoffen, Wissen, Schaffen und Machen. Fallstudien - von der Erforschung der Fotografie als Mittel zum Perspektivenwechsel bis hin zu einem Projekt, in dem Erwachsene Jugendlichen das Angeln beibringen - zeigen gelebte Literacy in Theorie und Praxis. Mit diesen Kapiteln nehmen die Autoren eine andere Position zur Alphabetisierung ein. Sie machen es möglich, Alphabetisierung in alltäglichen Aktivitäten zu sehen, die mit den Modi des Sehens und Wissens verwoben sind. Durch Unterbrechung und Aktivismus kann Alphabetisierung ein breites Spektrum von Praktiken umfassen - den Austausch von Informationen an einem Schultor oder das Erstellen einer Collage. Indem sie die Theorie an den Orten und in den Räumen ihrer Forschung verankern und mit Künstlern, Fotografen, Dichtern und Machern zusammenarbeiten, rufen die Autoren zum Handeln in der Alphabetisierung auf.