Bewertung:

Mari Yoshiharas „Dearest Lenny“ ist eine tiefgründige Erzählung, die das Leben des Komponisten Leonard Bernstein mit den herzlichen Briefen zweier japanischer Bewunderer, Kazuko Amano und Kunihiko Hashimoto, verknüpft. Das Buch befasst sich mit Themen wie Liebe und Kulturaustausch und beleuchtet Bernsteins tiefe Verbundenheit mit Japan aus der Sicht dieser beiden leidenschaftlichen Fans. Es bietet eine einzigartige biografische Perspektive auf Bernstein und zelebriert gleichzeitig die selbstlose Liebe, die seine Fans ihm entgegenbrachten.
Vorteile:Das Buch wird für seine bewegende Erzählung, seine emotionale Tiefe und seine disziplinierte Struktur gelobt. Yoshiharas Einblicke sowohl in Bernsteins Leben als auch in den kulturellen Kontext Japans während seiner Besuche bringen wichtige Facetten seiner Persönlichkeit und seines künstlerischen Schaffens ans Licht. Der Leser schätzt die einfühlsame Darstellung von Amano und Hashimoto ebenso wie Yoshiharas wissenschaftliche Präzision und intime Kenntnis von Bernsteins Musik. Das Buch spricht Musikliebhaber und Leser gleichermaßen an und bietet tiefe Einblicke in die Liebe und Kreativität.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird angemerkt, dass die Konzentration auf Bernsteins Beziehungen, insbesondere zu Hashimoto, die Erzählung von Amano überschatten könnte, der ebenfalls eine entscheidende Rolle in der Geschichte spielt. Die tieferen Einsichten des Buches könnten von denjenigen übersehen werden, die mit klassischer Musik oder Bernsteins Werk nicht vertraut sind. Außerdem ist das Buch zwar leicht zugänglich, aber einige könnten die akademischen Untertöne weniger fesselnd finden.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Dearest Lenny: Letters from Japan and the Making of the World Maestro
Über Leonard Bernstein, einen Musiker mit außergewöhnlichem Talent, der für seine leidenschaftliche Liebe zum Leben und seine zahlreichen Beziehungen legendär war, ist viel geschrieben worden. In diesem Werk enthüllt Mari Yoshihara die tiefen emotionalen Verbindungen, die Bernstein mit zwei wenig bekannten japanischen Persönlichkeiten einging, die sie anhand ihrer persönlichen Briefe, die noch nie zuvor zu sehen waren, erzählt.
Dearest Lenny verwebt eine intime Geschichte von Liebe und Kunst mit der Geschichte von Bernsteins Wandlung von einer amerikanischen Ikone zu einem Weltmeister in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Die wortgewandten, bewegenden Briefe von Kazuko Amano - einer Frau, die 1947 begann, Bernstein Fanbriefe zu schreiben und zu einer engen Freundin der Familie wurde - und Kunihiko Hashimoto - einem jungen Mann, der sich 1979 in den Maestro verliebte und später sein Geschäftsvertreter wurde - vermitteln die Bedeutung, die Bernstein und seine Musik in den verschiedenen Phasen ihres Lebens hatten. Die Briefe beleuchten auch, wie Bernsteins Kompositionen, Aufnahmen und Aufführungen sein Publikum in aller Welt berührten. Das Buch zeichnet darüber hinaus die Entstehung eines globalen Bernsteins inmitten der sich wandelnden Landschaft der klassischen Musik nach, die dazu führte, dass sich diese amerikanische Berühmtheit zunehmend nach Europa und Japan wandte. Der dramatische Wandel der Stellung Japans in der Welt und seiner Beziehung zu den Vereinigten Staaten in den Nachkriegsjahrzehnten prägte Bernsteins Verbindung zu diesem Land. Letztendlich ist Dearest Lenny eine Geschichte der Beziehungen - zwischen den beiden Individuen und Bernstein, den Vereinigten Staaten und der Welt, der Kunst und dem Handel, den Künstlern und dem Staat, dem Privaten und dem Öffentlichen, den Konventionen und den Überschreitungen, den Träumen und den Realitäten -, die den Kern von Bernsteins größten Errungenschaften und Herausforderungen bildeten und ihn zu einem wahren Maestro der Welt machten.
Dearest Lenny zeichnet ein ergreifendes Porträt von Menschen, die über Kulturen, Sprachen, Alter und Status hinweg durch Korrespondenz und Musik miteinander verbunden sind - und die Welt, die ihre Beziehungen geprägt hat.