
Lindbergh Alone
"Der Tag, nach dem für ihn nichts mehr so sein sollte wie zuvor, war Freitag, der 20. Mai 1927. An diesem Morgen hob Charles A. Lindbergh allein in einem kleinen, einmotorigen Flugzeug von einer schlammigen Landebahn am Rande von New York ab. Sein Ziel war Paris.".
So beginnt das Buch von Brendan Gill über die außergewöhnlichste Leistung eines der außergewöhnlichsten Männer unseres Landes. Mit klarer Vision und charakteristischer Eleganz beschreibt Gill in Lindbergh Alone die beispiellose Leistung eines Mannes und die überwältigende Reaktion der Welt darauf.
Ursprünglich zum fünfzigsten Jahrestag des Fluges veröffentlicht, hatte Gill nicht die Absicht, eine Standardbiografie über Lindbergh zu schreiben. Vielmehr versuchte er, einen unbekannten jungen Mann zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte zu beschreiben und die Kräfte zu untersuchen, die ihn dazu brachten, so zu handeln, wie er es tat. Die 1920er Jahre waren eine Zeit, in der Helden gesucht und überschwänglich verehrt wurden; nur wenige Helden waren der Zeit, die sie förderte, so unähnlich wie dieser "unangekündigte Junge" von fünfundzwanzig Jahren. Der schüchterne, mutige und zielstrebige Lindbergh, den wir in Gills Buch kennenlernen, ist einer, dessen Intelligenz und Willensstärke es ihm ermöglichten, durch eine einzige, großartige Tat zur vielleicht berühmtesten Figur seiner Zeit zu werden.
Lindbergh Alone überzeugt uns davon, dass Lindberghs mutige Flucht und seine anschließende Berühmtheit die natürlichen Folgen seiner Erziehung und seiner eigenen Natur waren. Es zeigt auch, dass ein Mann in seltenen Fällen in der Lage ist, durch seine eigene Entscheidung Geschichte zu schreiben.