Bewertung:

Das Buch hat gemischte Kritiken erhalten, wobei erhebliche Kritik an seiner organisatorischen Kohärenz und theoretischen Konsistenz geübt wurde. Ein Rezensent beschreibt es als langatmig und ohne eine vereinheitlichende Theorie, während ein anderer seine frühen Beiträge zur Entwicklung der Narratologie anerkennt. Eine positive Rezension hebt den Wert des Buches für das Fachgebiet hervor.
Vorteile:Ein Rezensent bezeichnet das Buch als unverzichtbar für die Narratologie und nennt es ein „konzeptionelles Vergnügen“. Der zweite Teil des Buches wird als potenziell anregend bezeichnet, insbesondere wegen der Diskussion über Kontextverankerung und narrative Strategien. Einige der im Text erforschten Konzepte dienen als Grundlage für die späteren Arbeiten des Autors.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass das Buch unorganisiert ist und keine kohärente Einheit aufweist, mit verworrenen Argumenten und unzureichender Anwendung der grammatikalischen Terminologie. Bestimmte Elemente werden als unklar bezeichnet, und analytische Behauptungen werden in Frage gestellt, was auf einen Mangel an logischer Konsistenz schließen lässt. Ein Rezensent weist darauf hin, dass das Buch nicht isoliert gelesen werden sollte und möglicherweise zusätzliche Lektüre von anderen Autoren erfordert.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Story Logic: Problems and Possibilties of Narrative
Story Logic stellt eine wichtige Synthese und Kritik der interdisziplinären Erzähltheorie dar und markiert einen Wendepunkt in der Erforschung des Erzählens.
David Herman argumentiert, dass die Erzählung gleichzeitig ein kognitiver Stil, ein Diskursgenre und eine Ressource für das Schreiben ist. Da Geschichten Strategien sind, die den Menschen helfen, ihrer Welt einen Sinn zu geben, haben Erzählungen nicht nur eine Logik, sondern sind auch eine Logik in sich selbst, die eine unersetzliche Ressource für die Strukturierung und das Verständnis von Erfahrungen darstellt.
Story Logic führt Schlüsselkonzepte des Erzählens aus der Literaturkritik, der Linguistik und der Kognitionswissenschaft zusammen und untersucht sie eingehend, um sie durch eine Reihe zusätzlicher Konzepte zu ergänzen, die es ermöglichen, viele verschiedene Arten von Erzählungen zu analysieren und zu verstehen. Durch die gründliche Verfolgung und Synthese der Entwicklung verschiedener Stränge der Erzähltheorie und die provokative Kritik dessen, was Erzählungen sind und wie sie funktionieren, bietet Story Logic ein leistungsfähiges Interpretationsinstrumentarium, das die Anwendbarkeit der Erzähltheorie auf komplexere Formen von Geschichten erweitert, wie und wo auch immer sie erscheinen. Story Logic bietet einen frischen und prägnanten Weg, um die Macht und Bedeutung von Erzählungen besser zu verstehen.
David Herman ist Professor für Englisch an der North Carolina State University und außerordentlicher Professor für Linguistik an der Duke University. Er ist der Autor von Universal Grammar and Narrative Form und der Herausgeber von Narratologies: New Perspectives on Narrative Analysis.