Bewertung:

Das Buch erhielt gemischte Kritiken. Einige Leser empfanden den Text als extrem prätentiös und schwer verständlich, während andere ihn trotz gelegentlicher Leseschwierigkeiten interessant fanden.
Vorteile:Einige Leser finden den Inhalt interessant und meinen, dass das Buch wertvolle Ideen enthält.
Nachteile:Viele Rezensenten kritisieren den Schreibstil als prätentiös, unredigiert und übermäßig akademisch, was es fast unmöglich macht, das Buch zu lesen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Storytelling and the Sciences of Mind
Eine transdisziplinäre Erkundung des Erzählens nicht nur als Ziel der Interpretation, sondern auch als Mittel, um der Erfahrung selbst einen Sinn zu geben.
Mit Storytelling and the Sciences of Mind schlägt David Herman eine gegenseitige Befruchtung zwischen dem Studium des Erzählens und der Forschung über intelligentes Verhalten vor. Diese gegenseitige Befruchtung geht über den einfachen Import von Ideen aus den Geisteswissenschaften in die Erzählforschung hinaus und zielt stattdessen auf eine Konvergenz zwischen der Erzählforschung und der Forschung in den Kognitionswissenschaften ab. Das Buch als Ganzes konzentriert sich auf zwei Fragen: Wie machen Menschen aus Geschichten Sinn? Und: Wie nutzen Menschen Geschichten, um sich ein Bild von der Welt zu machen? Durch die Untersuchung von Erzählungen aus verschiedenen Epochen und über mehrere Medien und Genres hinweg zeigt Herman, wie die Traditionen der Erzählforschung dazu beitragen können, Fragen zu intelligenten Aktivitäten zu formulieren und zu beantworten, und umgekehrt.
Anhand von Fallstudien, die von Robert Louis Stevensons Dr. Jekyll und Mr. Hyde über Sequenzen aus dem Comic The Incredible Hulk bis hin zu Erzählungen in alltäglichen Interaktionen reichen, betrachtet Herman das Erzählen von Geschichten sowohl als Ziel für Interpretationen als auch als Ressource, um der Erfahrung selbst einen Sinn zu geben. Dabei bringt er Ideen aus der Erzählforschung in einen Dialog mit Bereichen wie der Psycholinguistik, der Philosophie des Geistes sowie der kognitiven, sozialen und ökologischen Psychologie. Nachdem er erforscht hat, wie Interpreten von Geschichten textliche Hinweise nutzen können, um Erzählwelten aufzubauen, untersucht Herman, wie dieser Prozess des Erschaffens von Erzählwelten wiederum die Bemühungen unterstützt, das Verhalten von Personen und andere Aspekte der gelebten Erfahrung zu verstehen und sich damit auseinanderzusetzen.