Bewertung:

Das Buch über Lou Hoover bietet einen detaillierten Einblick in ihr Leben und ihre Verdienste, insbesondere ihr Engagement bei den Pfadfindern, und zeichnet ein positives Bild von ihrem Charakter und ihren Leistungen. Einige Rezensenten sind jedoch der Meinung, dass es dem Buch an Tiefe und Spannung mangelt, da es sich teilweise langweilig anfühlt oder sich in die Länge zieht. Nichtsdestotrotz ist es eine wichtige Würdigung einer historisch übersehenen Figur.
Vorteile:⬤ Hebt die Beiträge von Lou Hoover hervor, insbesondere zu den Pfadfindern.
⬤ Würdigt eine Frau, die in der Geschichte oft übersehen wird.
⬤ Bietet eine andere Perspektive im Vergleich zu Persönlichkeiten wie Eleanor Roosevelt.
⬤ Enthält interessante Anekdoten und Ereignisse aus Lou Hoovers Leben, die ihre Persönlichkeit und ihren Aktivismus hervorheben.
⬤ Einige Teile des Buches werden als schleppend oder langweilig empfunden.
⬤ In einigen Bereichen fehlt es an Tiefe, insbesondere in Bezug auf die Karrieren der Hoovers vor ihrer Präsidentschaft.
⬤ Das Thema Lou Hoover wird von einigen Rezensenten nicht als besonders dramatisch oder fesselnd empfunden, so dass sich die Erzählung schleppend anfühlt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Lou Henry Hoover: Activist First Lady
Obwohl sie von ihren bekannteren Nachfolgern überschattet wurde, war Lou Henry Hoover in vielerlei Hinsicht die erste wirklich moderne First Lady der Nation. Sie war die erste, die im Radio sprach und regelmäßig Interviews gab. Sie war die erste, die in der Öffentlichkeit eine eigenständige politische Persönlichkeit war. Und obwohl das Pressekorps des Weißen Hauses in ihr eine "altmodische Ehefrau" sah, war sie ein Vorbote der "neuen Frau" jener Zeit.
Nancy Beck Young legt die erste gründlich dokumentierte Studie über Lou Henry Hoovers Jahre im Weißen Haus (1929-1933) vor und zeigt, dass sie keineswegs ein passives Vorspiel für Eleanor Roosevelt war, sondern eine echte Innovatorin. Young stützt sich auf die umfangreiche Sammlung von Lou Hoovers persönlichen Papieren, um zu zeigen, dass sie nicht nur eine wichtige First Lady war, sondern auch eine Schlüsselfigur des Übergangs zwischen den Ansichten des 19. und des 20. Jahrhunderts über die Frau.
Lou Hoover war eine Frau mit vielen Gesichtern: eine Hochschulabsolventin, eine Naturliebhaberin, eine Unterstützerin der Pfadfinderinnen und eine sozial engagierte Person, die sich für die politische Beteiligung von Frauen einsetzte und ein Programm zur Bekämpfung der Depression entwickelte. Young zeichnet Hoovers zahlreiche philanthropische Aktivitäten vor und während ihrer Präsidentschaft nach - und vergleicht sie mit denen ihres Mannes - und stellt ihre öffentlichen Aktivitäten in den größeren Kontext des zeitgenössischen Frauenaktivismus. Und sie zeigt, dass Hoover im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen mehr tat als nur zu unterhalten: Sie revolutionierte das Amt der First Lady.
Doch wie Young zeigt, war Hoover als First Lady dadurch eingeschränkt, dass sie nicht die gleichen Ergebnisse erzielen konnte, die sie zuvor in ihrer sehr öffentlichen Karriere für die Gemeinschaft der Freiwilligen erreicht hatte. So sehr sie sich auch bemühte, die Härten der Depression für den Durchschnittsamerikaner zu bekämpfen, indem sie private Hilfsmaßnahmen mobilisierte, so wenig Wirkung hatten ihre Bemühungen letztlich.
Obwohl ihre Berühmtheit im Schatten der negativen Assoziation ihres Mannes mit der Großen Depression verblasst ist, offenbart Lou Hoovers Geschichte eine dynamische Frau, die ihren Aktivismus nutzte, um das Amt der First Lady zu einer modernen Institution umzugestalten, die die Veränderungen in der Lebensweise der amerikanischen Frauen widerspiegelt. Youngs Studie über Hoovers Jahre im Weißen Haus zeigt, dass ihr innovatives Vermächtnis das Amt und seine Nachfolger nachhaltig geprägt hat.