Bewertung:

Die Rezensionen der Benutzer von „Marius der Epikuräer“ von Walter Pater zeigen ein breites Spektrum an Meinungen, wobei einige Leser die philosophische Tiefe und die ästhetische Prosa schätzen, während andere den dichten und mäandernden Stil kritisieren. Das Buch ist für seine Auseinandersetzung mit spirituellen und intellektuellen Themen bekannt, wird aber oft als anspruchsvolle Lektüre beschrieben, die nicht jeden ansprechen dürfte.
Vorteile:Mehrere Rezensenten lobten die philosophischen Einsichten des Buches, den schönen Schreibstil und die Tiefe der Erforschung des menschlichen Daseins. Es wurde für seinen bedeutenden Einfluss auf die moderne Literatur und für seinen einzigartigen introspektiven Blick auf das Leben und die persönliche Entwicklung im alten Rom gelobt. Diejenigen, die reiche Prosa und komplexe Themen mögen, fanden es lohnend.
Nachteile:Viele Leser fanden den Text zu blumig und dicht, was es schwierig machte, sich auf die Erzählung einzulassen. Es wurde häufig bemängelt, dass das Buch zu langsam, langweilig und selbstverliebt sei. Einige bezweifelten die historische Genauigkeit und Relevanz des Buches und hatten das Gefühl, dass es nicht so spannend und klar ist wie einfachere Erzählungen, was zu gemischten Gefühlen über die Zugänglichkeit und den Genuss des Buches führte.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Marius the Epicurean: His Sensations and Ideas - Both Volumes of the Philosophic Novel, Complete
Der Entwicklungsroman von Walter Pater wird in dieser Ausgabe als Ganzes präsentiert, damit die Leser den Wandel der philosophischen und geistigen Ansichten von Marius miterleben können.
Marius ist ein junger Mann, der im Rom des 2. Jahrhunderts n. Chr. lebt, einer Zeit, in der die klassischen Traditionen der Philosophie in ihrer Reife stehen. Der gebildete Mann wandert von einer philosophischen Schule zur anderen und arbeitet sogar als Sekretär des Kaisers Marcus Aurelius, der selbst ein stoischer Philosoph ist. Während sich sein Geist immer neuen geistigen Herausforderungen stellt und sich immer mehr Wissen aneignet, wird Marius neugierig auf das Aufkommen einer neuen Religion - des Christentums.
Die Entdeckung des christlichen Glaubensbekenntnisses markiert eine neue Phase in Marius' Suche nach Sensation und Erkenntnis, in der er vom Leben und Opfer Jesu Christi begeistert ist. Die enge Gemeinschaft der frühen Christen, deren Glaube im Römischen Reich nicht erlaubt ist, beeindruckt den jungen Mann sehr.
In ihrer positiven Rezension dieses philosophischen Romans wiesen die Kritiker auf die Ähnlichkeiten zwischen Marius' Entwicklung und der des Autors hin. Als er dieses Werk zum ersten Mal veröffentlichte, war Walter Pater bereits dafür berüchtigt, dass er dem Christentum abschwor. Nachdem er seinen Glauben und damit auch die Aussicht auf eine Tätigkeit als Priester verloren hatte, wandte er sich stattdessen den Gelehrtenkreisen der Universität Oxford zu.