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Matthew 14-28: The Gospel of Matthew, Vol 2
Was war der ursprüngliche Zweck des Matthäus-Evangeliums? Für wen wurde es geschrieben? In diesem magistralen zweibändigen Kommentar interpretiert Walter Wilson das Matthäusevangelium als ein katechetisches Werk, das die ideologischen und institutionellen Anliegen einer Gruppe unzufriedener jüdischer Anhänger Jesu im späten ersten Jahrhundert nach Christus zum Ausdruck bringt. Wilsons überzeugende These sieht das Matthäusevangelium nicht nur als eine Fortsetzung der biblischen Geschichte, sondern auch als eine didaktische Erzählung, die das Engagement und die Identität einer bestimmten Gruppe prägen sollte, die sich selbst als bedrängte, dissidente Minderheit sah.
So verdeutlicht der Text den wesentlichen jüdischen Charakter Jesu als "Sohn Davids", während er ihn gleichzeitig in Opposition zu prominenten religiösen Führern seiner Zeit - vor allem den Pharisäern - und offen für einen herzlichen Umgang mit Nicht-Juden darstellt. Durch die akribische Beschäftigung mit dem griechischen Text des Evangeliums sowie mit relevanten Primärquellen und Sekundärliteratur bietet Wilson eine Fülle von Einblicken in das erste Buch des Neuen Testaments.
Nach einer Einleitung, die den Hintergrund des Textes, seine Gattung und literarischen Merkmale sowie seine theologische Ausrichtung erforscht, erläutert Wilson jeden Abschnitt des Evangeliums mit einem ausführlichen Kommentar zu der beabsichtigten Botschaft an die Leser des ersten Jahrhunderts zu Themen wie Moral, Liturgie, Mission, Gruppendisziplin und Eschatologie. Wissenschaftler, Studenten, Pastoren und alle Leser, die sich dafür interessieren, was das Matthäusevangelium unter den Synoptikern auszeichnet, werden Wilsons tiefgreifende Kontextualisierung des Textes, die auf seinen jahrelangen Studien des Neuen Testaments und der christlichen Ursprünge beruht, schätzen und davon profitieren.