Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 5 Stimmen.
Max Beckmann: Exile Figures
Abrechnung mit dem Exil: Beckmann als Chronist der Enteigneten
Der deutsche Maler Max Beckmann (1884-1950), der sowohl mit dem deutschen Expressionismus als auch mit der Neuen Sachlichkeit assoziiert wird, aber nicht auf sie reduziert werden kann, entwickelte einen individuellen Bildstil, der sich einer realistischen Sprache voller symbolischer Bezüge bedient, um die Umwälzungen des 20. Jahrhunderts und ihre persönlichen Auswirkungen eindringlich darzustellen.
Max Beckmann: Exilfiguren versammelt mehr als 60 Werke Beckmanns, darunter Gemälde, Lithografien und Skulpturen. Die Publikation bietet einen umfassenden Überblick über Beckmanns Leben und Karriere, beginnend mit seinen Jahren in Deutschland - von seiner ersten öffentlichen Anerkennung vor dem Ersten Weltkrieg bis zum Aufkommen des Nationalsozialismus in den 1930er Jahren, als er aus seinem Lehramt in Frankfurt entlassen wurde und ein öffentliches Ausstellungsverbot erhielt. Danach ging Beckmann ins selbstgewählte Exil nach Amsterdam und in die Vereinigten Staaten, wo er den Rest seines Lebens verbringen sollte.
Dieses Buch interpretiert das gesamte Schaffen des Künstlers durch Metaphern des Exils, das sowohl wörtlich als auch als existenzielle Bedingung des modernen Menschen verstanden wird. Max Beckmann: Exil-Figuren untersucht mehrere thematische Stränge des Exils und der Entfremdung im Werk des Künstlers: den mit dem Zustand des Exils verbundenen Identitätsverlust.
Die moderne Stadt als Hauptstadt des Exils.
Die Parallelen zwischen Exil und Tod.
Und das Konzept des Unendlichen mit seiner doppelten Kraft der Verführung und Entfremdung.