
Multilingual Literature as World Literature
Mehrsprachige Literatur als Weltliteratur untersucht und korrigiert aktuelle Theorien und Praktiken der Weltliteratur, insbesondere die Konzepte von Welt, Globalem und Lokalem, und reflektiert die Art und Weise, wie die Mehrsprachigkeit die Grenzen von Sprache, Nation und Genre öffnet und verschiedene Arten der Zirkulation über Sprachen, Nationen, Medien und Kulturen hinweg sichtbar macht. Die Autoren des Bandes Mehrsprachige Literatur als Weltliteratur untersuchen vier wichtige Bereiche der kritischen Forschung.
Erstens wird untersucht, wie die Beschäftigung mit der Mehrsprachigkeit als Lesemodus die vielfältigen Zirkulationswege sichtbar macht, auch als Ästhetik oder Poetik, die in der literarischen Welt entstehen, wenn Sprachen miteinander in Kontakt kommen. Zweitens wird untersucht, wie Politik und Ethik dazu beitragen, mehrsprachige Texte zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort zu gestalten, wobei der Schwerpunkt auf dem Lokalen als Ort der Befragung globaler Anliegen und der Forderung nach Vielfalt liegt.
Drittens, indem wir uns mit Übersetzung und Unübersetzbarkeit befassen, um die Art und Weise zu betrachten, in der sich Ideen und Konzepte der Erfassung in einer Sprache entziehen, sondern vergleichend in mehreren Sprachen gelesen werden müssen. Und schließlich, indem wir eine neue Vision für sprachliche Kreativität jenseits der binären Struktur von Einsprachigkeit und Mehrsprachigkeit vorschlagen.