Bewertung:

People Who Eat Darkness von Richard Lloyd Parry ist ein wahres Verbrechen, das das Verschwinden und den Mord an Lucie Blackman in Japan untersucht. Das Buch befasst sich mit den kulturellen Implikationen des Falles, dem japanischen Justizsystem und den Auswirkungen auf Lucies Familie und bietet sowohl fesselnde Erzählungen als auch aufschlussreiche kulturelle Kommentare.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, fesselnd und bietet einen tiefen Einblick in die japanische Kultur und das Justizsystem. Parrys Schreibstil wird für sein Einfühlungsvermögen, seine Professionalität und seine Fähigkeit gelobt, ein lebendiges Bild der beteiligten Personen, insbesondere von Lucie, zu zeichnen. Viele Leser empfanden es als eine fesselnde Lektüre, die Sensationslust vermeidet und dennoch packend ist. Es wird als solider Einstieg für Leser von wahren Verbrechen beschrieben, der sowohl eine spannende Erzählung als auch einen reichen kulturellen Kommentar bietet.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, das Buch sei zu lang und hätte von einem strafferen Lektorat profitieren können, da sich bestimmte Details wiederholten oder unnötig seien. Einige Kritiker bemängelten, dass die Perspektive des Autors und seine persönlichen Erfahrungen zu sehr in den Vordergrund gerückt wurden, was nach Ansicht einiger Leser von der Haupterzählung ablenkte. Außerdem wurde in einigen Rezensionen bemängelt, dass dem Buch die erwarteten abschreckenden Elemente fehlten, die typischerweise mit wahren Verbrechen verbunden sind. Einige erwähnten auch das Unbehagen über die intensive Auseinandersetzung mit sensiblen Themen, was darauf hindeutet, dass das Buch vielleicht nicht für jeden geeignet ist.
(basierend auf 391 Leserbewertungen)
People Who Eat Darkness: The True Story of a Young Woman Who Vanished from the Streets of Tokyo--And the Evil That Swallowed Her Up
Lucie Blackman - groß, blond, einundzwanzig Jahre alt - ging im Sommer 2000 hinaus in die Weiten Tokios und verschwand für immer. Im darauffolgenden Winter fand man ihre zerstückelten Überreste in einer Höhle am Meer vergraben.
Richard Lloyd Parry, ein preisgekrönter Auslandskorrespondent, berichtete über Lucies Verschwinden und verfolgte die umfangreiche Suche nach ihr, die langen Ermittlungen und den noch längeren Prozess. Im Laufe von zehn Jahren erwarb er das Vertrauen ihrer Familie und ihrer Freunde, verschaffte sich einen einzigartigen Zugang zu den japanischen Ermittlern und Japans verworrenem Rechtssystem und tauchte tief in die Gedankenwelt des Mannes ein, der des Verbrechens beschuldigt wurde, Joji Obara, den der Richter als „beispiellos und extrem böse“ bezeichnete.
"Das Ergebnis ist ein ebenso spannendes wie aufschlussreiches Buch, ‚Kaltblütig für unsere Zeit‘ (Chris Cleave, Autor von Incendiary und Little Bee). The People Who Eat Darkness gehört zu den Top 10 der besten Bücher des Jahres 2012 von Publishers Weekly.