
#Metoo: A Rhetorical Zeitgeist
Dieser Sammelband über #MeToo-Aktivismus stellt die überwältigende Weiße und Heterosexualität des #MeToo-Diskurses und der Berichterstattung in Frage. Unter Verwendung intersektionaler und dekolonialer Ansätze sowie historischer, archivarischer, organisatorischer und juristischer Methoden bieten diese Aufsätze eine reichhaltige Erkundung von #MeToo, um zu verstehen, wie Aktivismus rund um sexualisierte Gewalt eine Vielzahl von Menschen reproduziert und schädigt.
Die schnelle und kraftvolle Ankunft von #MeToo als eine Sammlung von Beschwerden über sexuelles Fehlverhalten (insbesondere am Arbeitsplatz) hat Druck erzeugt, tiefer in die Geschichte von sexuellen Übergriffen und Missbrauch in den Vereinigten Staaten einzutauchen. #MeToo: A Rhetorical Zeitgeist antwortet auf den Ruf nach komplizierteren Analysen der systemischen sexuellen Belästigung und des Missbrauchs mit Essays, die sich intensiv mit dem Weißsein und der Heterosexualität der #MeToo-Berichterstattung und der medialen Rahmung befassen, um zu verstehen, wie und warum #MeToo im Jahr 2017 vor dem Hintergrund der Präsidentschaftsadministration von Donald J. Trump die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu gewinnen begann.
Diese Aufsätze bieten die erste umfassende Studie über die rhetorische Politik von #MeToo. Sie befassen sich mit der Komplexität von sexueller Belästigung, sexueller Gewalt und Vergewaltigung jenseits des Diskurses weißer Prominenter, um zu verstehen: wie sich sowohl Gewalt als auch #MeToo-Aktivismus auf Transgender-Personen auswirken; wie #MeToo schwarze männliche Opfer von Übergriffen und Vergewaltigungen im Stich lässt; wie indianisch-amerikanische Männlichkeit und Comedy sexuelle Verantwortlichkeit umgehen; wie der rechtliche und affektive Präzedenzfall des Obersten Gerichtshofs während der Kavanaugh-Anhörungen die Besorgnis über sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen verstärkte; dekoloniale Ansätze zum Widerstand gegen sexualisierte Gewalt von indigenen Völkern; und Erzählungen über Übergriffe aus der Hochschulgemeinschaft.
Die Kapitel in diesem Buch wurden ursprünglich als Sonderausgabe von Women's Studies in Communication veröffentlicht.