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Mill and the Moral Character of Liberalism
John Stuart Mill, der für seine Rolle bei der Entwicklung des modernen Liberalismus allgemein anerkannt ist, ist bei den heutigen Moral- und Politikphilosophen in Ungnade gefallen, die es versäumen, über seine Werke Utilitarismus und Über die Freiheit hinaus zu lesen. Diese Aufsatzsammlung versucht, Mill wieder zu einem wichtigen Denker unserer Zeit zu machen, indem sie die moralische Grundlage der liberalen Demokratie in einem breiten Spektrum seiner Schriften hervorhebt.
Diese Aufsätze untersuchen das gesamte Spektrum von Mills Werk - einschließlich Briefen, Tagebüchern und Reden - um zu zeigen, dass er mehr an Fragen des Charakters und der Führung eines guten Lebens interessiert war als an Regeln der Pflicht. Sie zeigen, wie Mill versuchte, historisches Bewusstsein und soziale Verantwortung in alle Aspekte seiner moralischen und politischen Philosophie einzubringen, und sie kontrastieren seine Vision einer liberalen Gesellschaft mit aktuellen Theorien der liberalen Demokratie.
Der Band enthält auch drei frühere Studien, die Anhaltspunkte dafür liefern, wie die Geschichte der modernen liberalen Philosophie neu geschrieben werden könnte. Alle Beiträge zusammen verorten Mill an der Grenze zwischen Liberalismus und Kommunitarismus und zeigen seine Überlegungen zu den Grenzen der Demokratie, zur Rolle der Familie und zum Verhältnis von wirtschaftlichen Ressourcen und ihrer Verteilung zu Selbstentfaltung und Sozialität auf.
Diese Sammlung zeigt, wie Mill den Weg aus dem immer dunkler werdenden Labyrinth des Rechts- und Identitätsdiskurses weisen kann, in dem sich die liberale Moral- und politische Philosophie heute befindet. Er bietet eine Alternative zum Rawls'schen Modell des Liberalismus und versucht, akademische Disziplinen und kulturelle Gemeinschaften mit einem moralisch verantwortlichen Engagement für die liberale demokratische Gesellschaft zu erfüllen.
Zu den Autoren gehören Richard Ashcraft, Peter Berkowitz, Clark W. Bouton, Nicholas Capaldi, Janice Carlisle, Robert Devigne, Wendy Donner, Eldon Eisenach, Richard B. Friedman, A. D. Megill, Bernard Semmel und Richard Vernon.