Bewertung:

Marvin Olaskys Buch „Moralische Vision“ untersucht die ethischen und theologischen Hintergründe bedeutender amerikanischer Führungspersönlichkeiten und vertritt die These, dass der Charakter einer Führungskraft entscheidend ist. Der Schreibstil wird als fesselnd gelobt, auch wenn die Meinungen über die Genauigkeit und Fairness von Olaskys Darstellungen auseinandergehen, insbesondere in Bezug auf Annahmen und selektive Darstellungen historischer Persönlichkeiten.
Vorteile:Die Prosa wird als durchdringend und erhellend beschrieben und bietet eine fesselnde Lektüre. Die Leser schätzen es, dass Olasky die Schwächen historischer Persönlichkeiten nicht beschönigt und zum Nachdenken über die Rolle der Moral in der Führung anregt. Das Buch wird als informativ für das Verständnis des Zusammenspiels zwischen persönlicher Ethik und öffentlicher Verantwortung bezeichnet. Es wird vor allem Studenten, Historikern und allen, die sich für die moralischen Implikationen von Führung interessieren, empfohlen.
Nachteile:Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich der sachlichen Richtigkeit und vermuten, dass Olaskys Interpretation selektiv oder voreingenommen sein könnte, insbesondere gegenüber bestimmten Präsidenten wie Lincoln und Jefferson. Einige Leser sind der Meinung, dass seine konservativ-christliche Perspektive ein breiteres Publikum abschrecken könnte, und es gibt Kritik an einer vermeintlichen Agenda, die komplexe historische Gegebenheiten zu stark vereinfacht. Außerdem wird bemängelt, dass bestimmte Persönlichkeiten, wie Präsident Obama, nicht erwähnt werden.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Moral Vision: Leadership from George Washington to Joe Biden
Was macht eine Führungskraft wirklich großartig? Ist es einfach eine Frage des Führungsstils und der Persönlichkeit? Oder ist es der Charakter, der am meisten zählt? Moral Visions wirft einen aufschlussreichen Blick auf Amerikas Führer der Vergangenheit, um diese Fragen zu beantworten, und zeigt, dass Werte und moralische Überzeugungen für die Stärke einer Nation entscheidend sind.
Angeblich erfahren wir etwas über die Kandidaten für das höchste Amt durch eine Reihe von Tests, die als "Debatten" bezeichnet werden, bei denen es sich jedoch um einen Austausch von Schlagworten handelt. Wir können nicht wissen, ob ein Präsidentschaftskandidat die Fähigkeit hat, gute Fragen zu stellen, oder ob er nur die Fähigkeit hat, sie geschickt oder angriffslustig zu beantworten. Moral Vision ist eine Einführung in die amerikanische Geschichte anhand von Studien über neunzehn Führungspersönlichkeiten: Präsidenten, Beinahe-Präsidenten, einen Tycoon, einen kreuzfahrenden Journalisten und sogar einen führenden Abtreibungsgegner aus dem 19. Jahrhundert. Die Lektionen können den Wählern helfen, die Kandidaten im Jahr 2024 und darüber hinaus zu beurteilen, indem sie sie an früheren Führungspersönlichkeiten messen - von denen keine fehlerlos war. Es wird gezeigt, wie die tiefsten Ansichten oft aus dem religiösen Glauben erwachsen und politische Ziele, rassistische Vorurteile, sexuelle Aktivitäten, den Gebrauch von Macht und das Gefühl des Dienens beeinflussen.
In seiner Antrittsrede von 1789 versprach George Washington, dass "das Fundament der nationalen Politik in den sicheren und unveränderlichen Grundsätzen der privaten Moral gelegt werden wird". Marvin Olasky zeigt, wie führende Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts wie Thomas Jefferson, Andrew Jackson und Grover Cleveland dieses Versprechen zum Teil einlösten und zum Teil ignorierten, während führende Persönlichkeiten des 20.
Moral Vision ist eine umfassend aktualisierte Version von The American Leadership Tradition und richtet sich an alle, die es leid sind, dass die Rolle des Einzelnen in den heutigen Lehrbüchern untergeht, wenn große wirtschaftliche und demografische Wellen anrollen. Geschichte ist mehr als Statistik, Wirtschaft und Gruppenidentitäten. Der Mensch ist mehr als ein Papierschiffchen, das mit dem Regen in die Gosse fährt.