Bewertung:

In den Rezensionen wird die Bedeutung von John Hersey als Autor hervorgehoben, der vor allem für sein Werk „Hiroshima“ bekannt ist, und der Wunsch geäußert, dass seine Beiträge zur Literatur stärker anerkannt werden. Das Buch wird als eine gut geschriebene Ergänzung angesehen, die Licht auf Herseys Leben und Werke wirft, obwohl angemerkt wird, dass seine Persönlichkeit dazu beigetragen haben könnte, dass er heute weniger bekannt ist.
Vorteile:Das Buch ist wunderbar geschrieben, bietet wertvolle Einblicke in John Herseys Leben und weniger bekannte Werke und zielt darauf ab, das Interesse an „Hiroshima“ zu erneuern. Es wird gewürdigt, weil es einen vernachlässigten Autor des 20. Jahrhunderts würdigt und Herseys moralisches Engagement für soziale Fragen hervorhebt.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass Herseys strenger Moralkodex zu einem Mangel an Humor oder Bescheidenheit führt. Das Buch wird als keine konventionelle Biografie beschrieben, was möglicherweise nicht alle Leser anspricht. Außerdem wurde angeregt, Fotos einzufügen, die den Text bereichert hätten.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Mr. Straight Arrow: The Career of John Hersey, Author of Hiroshima
(Eine monumentale Neubewertung der Karriere von John Hersey, dem Autor von Hiroshima)
Nur wenige Bücher haben eine so unmittelbare Wirkung und ein so dauerhaftes Vermächtnis wie Hiroshima von John Hersey. Es wurde erstmals 1946 in einer ganzen Ausgabe von The New Yorker veröffentlicht, wurde in Zeitungen auf der ganzen Welt als Fortsetzungsgeschichte abgedruckt und ist bis heute nicht vergriffen. Indem er die Erlebnisse von sechs Überlebenden des Atombombenangriffs von 1945 und seiner Folgen in aller Deutlichkeit schilderte, machte Hersey das Ausmaß des Atomkriegs deutlich. Indem er sich romanhafter Techniken bediente, nahm er die Konventionen des New Journalism vorweg. Aber wie konnte Hersey - der kein Japaner, kein Augenzeuge und kein Wissenschaftler war - der erste Mensch sein, der diese Erfahrung einem weltweiten Publikum vermittelte?
In Mr. Straight Arrow gibt Jeremy Treglown eine Antwort auf diese Frage und zeigt, dass Hiroshima kein Einzelfall war, sondern für das Lebenswerk des Autors emblematisch ist. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Hiroshima war Hersey bereits ein berühmter Kriegsschriftsteller und hatte einen Pulitzer-Preis für Belletristik gewonnen. Er veröffentlichte weiterhin journalistische Arbeiten von unmittelbarem und dringendem moralischem Interesse; seine Berichte über den Freedom Summer und seine Enthüllungen über die Unruhen in Detroit klingen heute noch allzu deutlich nach. Aber seine obsessiven Zweifel über den Wert seiner Arbeit hörten nie auf. Mr. Straight Arrow ist eine intime, anspruchsvolle Studie über die Errungenschaften und Widersprüche von Herseys Karriere, die die Kräfte eines Schriftstellers offenbart, der sich unermüdlich für die Wahrheit und den sozialen Wandel einsetzt.