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Museum Politics: Power Plays at the Exhibition
Die erste anhaltende Kritik an der Art und Weise, wie Museumsausstellungen kulturelle Annahmen und politische Werte prägen.
Jedes Jahr ziehen die mehr als siebentausend Museen in den Vereinigten Staaten mehr Besucher an als Filme oder Sport. Dennoch sind die Museen bis vor kurzem einer ernsthaften politischen Analyse entgangen. In den letzten zehn Jahren kam es jedoch zu einer Reihe ungewöhnlich heftiger Debatten über die sozialen, politischen und moralischen Implikationen von Museumsausstellungen, die so unterschiedlich waren wie die Enola Gay-Ausstellung im Smithsonian's Air and Space Museum und die Sensation-Ausstellung im Brooklyn Museum of Art.
In diesem wichtigen Band erforscht Timothy W. Luke die Macht der Museen, kollektive Werte und soziale Vorstellungen zu formen, und argumentiert überzeugend, dass Museumsausstellungen einen tiefgreifenden Einfluss auf das politische Leben haben. Anhand von Themen, die von der Interpretation des Holocaust durch das National Holocaust Museum und das Museum of Tolerance in Los Angeles bis hin zur Darstellung der natürlichen Welt durch das American Museum of Natural History, den Missouri Botanical Gardens und das Arizona-Sonora Desert Museum in Tucson reichen, zeigt Luke die Prozesse auf, durch die Museen wichtige kulturelle und soziale Realitäten in Frage stellen, aber oft auch bestätigen.