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Mysore Modern: Rethinking the Region under Princely Rule
Mysore Modern rekonzeptualisiert die Moderne in Indien anhand der Geschichte des Fürstentums Mysore. In diesem überzeugenden Werk kritisiert Janaki Nair frühere Vorstellungen von den indischen Ureinwohnerstaaten als Räume, die entweder vollständig durch die vorherrschenden Narrative der kolonialen/nationalen Moderne definiert wurden oder von diesen relativ unberührt blieben.
Auf der Grundlage der politischen Geschichte und der Erkenntnisse aus einem breiten Spektrum visueller, sozialer und rechtlicher Texte und Themen reperiodisiert Mysore Modern die Moderne, indem es diese scheinbar diskreten Register miteinander verbindet, um ein spezifisch regionales, "monarchisches modernes" Moment in der indischen Geschichte zu begründen. Nair untersucht die Traditionen der Wandmalerei und der Porträtmalerei sowie die Formen der Memorialisierung und Nationalisierung von Kunst und Architektur. Der Band befasst sich auch mit bürokratischen Bemühungen, die sich auf den Einsatz von Recht und Entwicklung als Instrumente der Moderne konzentrieren.
Wie Nair zeigt, offenbart die Lösung der Kämpfe um die Bedeutung der Vergangenheit in der Gegenwart, die Kontrolle der Sexualität und der Arbeit von Frauen und die Rolle der Bürokratie in Mysore die Notwendigkeit, die Region als Eröffnungsort für eine Geschichte der indischen Moderne zu nehmen.