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Ner OT: Candles in the Art of Samuel Bak
In der Kunst von Samuel Bak zerbrechen vertraute Objekte vor unseren Augen, geben ihre traditionellen Funktionen auf und werden zu Metaphern für eine dissonante, gebrochene Welt. Als Bewohner eines surrealistischen Raums sind Baks Kerzen missbraucht, beschädigt, geschmolzen, leblos und in das düstere Nachglühen tiefer Trauer getaucht. Die zylindrischen Kerzen verwandeln sich in Baumstämme, Baumstämme, Schornsteine, Säulen, Raketen und andere Geschosse und enthüllen die häufige Unordnung, die dem vermeintlich geordneten Verlauf der Geschichte zugrunde liegt. Eine Ikone der Erinnerung wird zur Täuschung, in der sich die Flammen der Erinnerung mit dem schwebenden Rauch der Ausrottung vermischen. Inmitten des Schmerzes seiner Bilder lässt Bak jedoch die Vorstellung zu, dass aus der Asche neues Leben entstehen kann.
In seinem aufschlussreichen Essay führt uns Lawrence L. Langer durch das Ritual der Erinnerung an den Holocaust anhand von Baks Gemälden und macht den Betrachter mit einer Vergangenheit vertraut, die vielen von uns abstrakt erscheinen mag. Während Bak's.
Gemälde einen Zugang zur Realität der Shoah bieten, mit der sich unser modernes Bewusstsein nur schwer auseinandersetzen kann, erläutern Langers Worte die historischen, religiösen und kulturellen Erzählungen, die den Kunstwerken zugrunde liegen.