Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Analyse von Nixons Verhalten während des Vietnamkriegs, stellt herkömmliche Darstellungen in Frage und betont die politischen Beweggründe für seine Entscheidungen. Während es für seine gründliche Recherche und seinen Schreibstil gelobt wird, wurde es wegen vermeintlicher Voreingenommenheit und eines Mangels an umfassendem militärischem Kontext kritisiert.
Vorteile:⬤ Spannende Untersuchung von Nixons Vietnamkriegspolitik
⬤ gut recherchiert und prägnant geschrieben
⬤ bietet eine kritische Perspektive auf Nixons Charakter und Beweggründe
⬤ bietet eine definitive Studie zu diesem Thema.
⬤ Von einigen Lesern als ideologisch voreingenommen und „linkslastig“ empfunden
⬤ mangelt es an einem übergreifenden Sinn für die politische und militärische Situation vor Ort
⬤ bietet keine ausgewogene Sicht auf die Motive von Nixon und Kissinger oder die Aktionen der südvietnamesischen Streitkräfte
⬤ einige Leser sind der Meinung, dass es die Komplexität des Vietnamkriegs nicht genau wiedergibt.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Nixon's Vietnam War
Preisträger: Robert H. Ferrell Award.
Preisträger: Ohio Academy of History Book Award
Die Unterzeichnung des Pariser Abkommens im Jahr 1973 beendete nicht nur Amerikas Vietnamkrieg, sondern auch Richard Nixons beste Pläne. Nach jahrelangen Geheimverhandlungen, der Androhung massiver Bombardierungen und einer Geheimdiplomatie, die darauf abzielte, die angespannten kommunistischen Bündnisse zu zerschlagen, musste sich der Präsident mit einem Frieden zufrieden geben, der weit hinter seinen ursprünglichen Zielen zurückblieb.
Dies ist das erste Buch, das sich ausschließlich mit Nixons Leitung des Vietnamkriegs befasst. Auf der Grundlage ausführlicher Interviews mit den wichtigsten Akteuren und Originalrecherchen in Vietnam blickt es hinter die Kulissen Washingtons und in die Köpfe der amerikanischen Führung, um die umfassendste und ausgewogenste Analyse der komplexen und verschlungenen Strategie und Diplomatie Nixons und Kissingers zu liefern.
Jeffrey Kimball hat gründliche Nachforschungen in kürzlich freigegebenen Akten angestellt und Nixons und Kissingers Schriften aus der Nachkriegszeit erneut untersucht, um eine verborgene Realität darzustellen, die sich von der bisherigen Darstellung unterscheidet. Die fesselnde Geschichte des Autors verfolgt Nixons Engagement in Vietnam bis ins Jahr 1953 zurück, als er eine interventionistische Politik befürwortete, und zeigt, wie die außenpolitischen Lektionen, die er vor seiner Wahl gelernt hatte, als Grundlage für die Ziele dienten, die er im Amt verfolgte. Er beschreibt, wie Nixon versuchte, seine fanatischen Anhänger zu beschwichtigen und gleichzeitig sein Wahlversprechen, den Krieg zu beenden, einzulösen, und wie Vietnam angesichts anderer außen- und innenpolitischer Probleme zur Hauptbeschäftigung seiner Präsidentschaft wurde.
Kimball untersucht Nixons eigentümliche Psychologie und seine merkwürdige Beziehung zu Henry Kissinger, um aufzuzeigen, wie sie sein Streben nach globalistischen Zielen in Vietnam beeinflussten. Er enthüllt, wie die Beziehung zwischen Nixon und Kissinger funktionierte - und wie sie beinahe zerbrach. Er beschreibt auch den Grundpfeiler von Nixons Strategie - die "Madman-Theorie" -, die er anwandte, um die kommunistischen Nationen glauben zu machen, er könne zu irrationalen Anfällen provoziert werden, die ihn zum Einsatz von Atomwaffen veranlassen könnten.
Das fesselnd geschriebene und sorgfältig recherchierte Buch Nixons Vietnamkrieg verbindet eine großartige Synthese mit neuen Informationen und aufschlussreichen Einsichten, einschließlich der Perspektiven der Vietnamesen und ihrer chinesischen und sowjetischen Verbündeten. Je mehr über den Krieg bekannt wird, desto mehr wird dieses Buch zu einer unverzichtbaren Quelle für das Verständnis dieses tragischen Konflikts und des unruhigen Geistes des Führers, der ihn letztlich verlängert hat.